61: Was tun, wenn es NICHT GUT läuft in der Alltagsmission?! – mit Viktor Klassen
Shownotes
Wie kannst du damit umgehen, wenn es in der Alltagsmission nicht gut läuft – und was heißt es eigentlich, ein „erfolgreicher“ Alltagsmissionar zu sein? Wie hilft ein besseres Verständnis der säkularen Weltsicht in der Erziehung oder im Umgang mit der LGBTQ-Community? machbar-Moderator Christian Caspari unterhält sich mit Viktor Klassen über seine Erfahrungen in der persönlichen Evangelisation und darüber, was er aus „Fremde neue Welt“ von Carl Trueman gelernt hat.
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📖 Buchempfehlung von Viktor Klassen: TRUEMAN, CARL: Fremde neue Welt https://verbum-medien.de/products/fremde-neue-welt?srsltid=AfmBOopEeLqmq2q-_Fh-e148kpu79jahi37NYYwwChJrn8N9PYXThv35 TAYLOR, CHARLES: Ein säkulares Zeitalter https://www.suhrkamp.de/buch/charles-taylor-ein-saekulares-zeitalter-t-9783518301029
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00:00:01: Victor, wenn du morgen früh aufwachst und über Nacht irgendwie eine Fähigkeit erlernt
00:00:08: hättest.
00:00:09: Was wäre das?
00:00:12: Ich würde gerne flüssig hebräisch lesen können!
00:00:16: Ich habe das in der Uni gelernt.
00:00:17: aber eine Sprache wirklich gut zu beherrschen ist so schwierig und wenn ich das flüssigt könnte das wär ein Traum.
00:00:23: Ein
00:00:24: Träumchen.
00:00:33: Herzlichen willkommen zu einer neuen Folge von Machbar der Podcast für Alltagsmissionare.
00:00:38: Ich bin der Christian und mit dabei ist heute der Victor Klassen.
00:00:42: Herzlich willkommen an euch, auch an dich, Victor!
00:00:45: Cool, dass du da bist.
00:00:47: Ja bei Machbar bekommst Du Tipps deinen nächsten einen Schritt näher zu Jesus zu führen.
00:00:52: Und heute unterhalten wir uns darüber wie wir damit umgehen können wenn es nicht so gut läuft in der Alltagsmission Wenn irgendwie wenig passiert Obwohl man irgendwie ein Menschen dran ist und investiert.
00:01:07: Einige von euch haben sich das ja gewünscht.
00:01:09: Das haben wir als Rückmeldung bekommen.
00:01:11: und außerdem geht es darum, wie uns ein besseres Verständnis des säkularen Menschen helfen kann und wie gemeinde auch so gestaltet werden kann dass die menschen wirklich anzieht und Gott erlebbar macht.
00:01:26: Victor und ich, wir kennen uns schon eine ganze Weile.
00:01:28: vor ein paar Monaten da warst du mal bei uns am Mittagstisch... War das eigentlich ein Sonntag?
00:01:34: Ja!
00:01:34: Ansonntag
00:01:35: ne?!
00:01:35: Da haben wir echt lange miteinander geredet über fremde neue Welt von Carl Truman, über die säkularen Menschen.
00:01:43: Über Alltagsmissionen.
00:01:44: zum Schluss hab ich auch das Buch hier von Sam Chen mitgegeben?
00:01:48: Ja war super!
00:01:49: War super.
00:01:50: ja da reden wir auch nachher noch drüber.
00:01:52: Das haben wir ja mit dem Tenet Verlag zusammen rausgebracht.
00:01:56: von Heuke Bach Von Sam Chen das Buch von Jesus Reden ohne komisch zu wirken.
00:02:03: Übrigens habe ich hier für euch ja, die ihr zuhört und zuschaut drei Exemplare von dem Buch, die ich gerne kostenfrei weitergebe.
00:02:13: Und zwar an die...ne, ne!
00:02:15: Ich sag's erst später.
00:02:17: Also ihr könnt eins davon bekommen von diesen dreien wenn ihr weiter dran bleibt und später erfahrt ihr wie das geht.
00:02:24: Ja, ich wusste auf jeden Fall nach dem Gespräch was wir miteinander hatten.
00:02:28: Victor, den muss ich unbedingt zum Podcast einladen.
00:02:30: Wir müssen miteinander reden!
00:02:32: Ich weiß nicht, hat sich das da schon gesagt?
00:02:34: Nein, ich habe ein paar Wochen später eine Meldung
00:02:36: bekommen.
00:02:38: Danke dass du der Einladung gefolgt bist, Victor.
00:02:41: Ich würde dich ganz kurz vorstellen wenn ich irgendwas Falsches erzähle oder du was ergänst mir.
00:02:45: jetzt kannst du gerne machen.
00:02:47: Korrier mich da gerne.
00:02:49: Der Victor ist in Detmold aufgewachsen und hat Theologie studiert.
00:02:54: Was du da eigentlich beim TMG?
00:02:57: Ich hab eigentlich Geschichte und Mathe studiert auf Lehramts- und Theologie als drittes Fach.
00:03:01: Aber ich habe immer alle Kurse so gewählt, dass sie möglichst theologisch sind in Geschichte.
00:03:06: Und deswegen war es ein dritttes Fach, hatte dann eine Promotion begonnen, die habe ich aber nicht fertiggestellt.
00:03:11: Die wäre auch in Theologie gewesen.
00:03:12: Cool!
00:03:13: Das TMG kam zwischen Elternzeit ... Und das hat ganz gut gepasst.
00:03:17: Einen Semester habe ich ausgesetzt, einen Semester Elternzeit und da hab' ich das TMG
00:03:20: gemacht.".
00:03:21: Ja, gut!
00:03:21: Wann war das?
00:03:22: –
00:03:22: Äh ... ... zwei-tausend sieben, zweitausend acht.
00:03:24: Ach, das war... Ich hab ja auch TMG gemalt.
00:03:27: jetzt, zwei tausend achte, zweitausende neun.
00:03:28: Direkt
00:03:29: nach mir.
00:03:29: Okay.
00:03:29: Warst du mit dem Andi
00:03:30: gemacht?!
00:03:31: Ja.
00:03:31: Ach wie ein Restjettel.
00:03:33: Ja lustig okay, dann reden
00:03:34: wir mal.
00:03:34: Wir arbeiten jetzt bei ihm.
00:03:35: Ja sehr schön, wir reden noch drüber.
00:03:37: Ja, zwei Tausend zehn ist er dann für Gemeindegründungsarbeit nach Koblenz gezogen und ist auch in dieser gemeinden Gemeinde heute einer der ältesten, die es verheiratet hat vier Kinder.
00:03:48: Victor, ich habe ja immer wieder Gäste hier im Podcast und so manche Leute auch irgendwie haben zum Glauben kommen sehen.
00:03:58: Und das ist wunderbar!
00:03:59: Aber ich weiß dass es auch viele unserer Hörer von euch da draußen gibt denen es ganz anders geht.
00:04:05: Und dir glaube ich auch du hast es auch erlebt und deswegen freue mich besonders auf unser Gespräch heute weil Deine Ehrlichkeit und deine Kämpfe auch irgendwie zu erfahren, gewinnbringend sein kann für unsere Zuhörer.
00:04:22: Ja vielleicht genauso oder mindestens genauso wertvoll wie auch Erfolgsgeschichten wo gleich immer zum Glauben kommt!
00:04:28: Ich hoffe dass wir gemeinsam eine Unterhaltung führen die unsere Hörer ermutigt, die euch ermutigst nicht aufzugeben auch wenn es in der Alltagsmission manchmal ja auch schwer ist, nicht immer so rund läuft.
00:04:41: Victor, was ist denn deine eigene größte Herausforderung in der Alltagsmission?
00:04:46: und geht es den Christen auch in deinem Umfeld dort?
00:04:50: Du bist ja da im Koblenz so ein bisschen urbaner Raum.
00:04:52: Geht das denen ähnlich?
00:04:53: Erzähl mal'n bisschen!
00:04:55: Ja, der Punkt ist eigentlich dass die Leute in meiner Generation einfach überhaupt kein Interesse haben.
00:05:02: Ich bin befreundet mit eigentlich sehr... Also mein Freundeskreis ist sehr akademisch.
00:05:09: Die sind nicht gottlos in einem gewissen Sinne, aber sobald man mit Gott und einer Beziehung zu denen kommt ist eigentlich einfach nur ein Fragezeichen im Gesicht.
00:05:19: Das heißt, man isst nicht dagegen, aber es juckt gar nicht.
00:05:23: Und da einen Anknüpfungspunkt zu finden, das ist schwierig.
00:05:28: Reden wir gleich noch ein bisschen drüber.
00:05:31: Wie muss ich das vorstellen?
00:05:33: Also du bist befreundet mit solchen ... Menschen, ihr habt gemeinsame Themen natürlich auch.
00:05:40: Gemeinsame Interessen.
00:05:41: aber immer wenn du über den Glauben anfängst zu reden dann ist es
00:05:45: eine totale Sprachlosigkeit.
00:05:47: also die sind doch nicht böse oder so.
00:05:49: das sind wirklich gute Freunde.
00:05:50: wir fahren zusammen Urlaub gefahren feiern Karneval zusammen.
00:05:54: ich weiß nicht ob man das jetzt rausschneiden muss.
00:05:56: Wir sind semester zusammen und so weiter und haben viel miteinander gemacht.
00:06:02: unsere Kinder sind teilweise zusammen in die Schule gegangen Aber sobald ich auf so ein Thema kam, ist einfach nur Schweigen gewesen.
00:06:11: Auch nicht böse aber es war dann komisch.
00:06:13: und dann war immer die Frage wie kann man da anknüpfen und weitergehen?
00:06:17: Und auch gar kein Interesse daran wenn du davon redest irgendwie ja was glaubst du denn?
00:06:21: oder das ist ja irgendwie ... kommst du auf so eine Idee oder einfach gar keinen Interesse?
00:06:27: Ja im Grunde genommen nicht!
00:06:29: Ich bin schon bisschen speziell in der Gruppe.
00:06:32: Dadurch, dass ich theoretisch in ganz vielen Themen unterwegs bin, werde ich schon gefragt und die sagen mit dir ist interessant zu reden.
00:06:38: Ich glaub das wir gute Gespräche miteinander haben aber sie haben da einfach nichts wo Sie halt anpacken.
00:06:47: Wo mal was war ein Kumpel von mir ist eine ziemliche Krise geraten und dann riech ich hinan und sagte X Y ich bete für dich Und das hat ihm total viel bedeutet Aber irgendwie weiter Passierte da auch nicht viel.
00:07:02: Er sagte nur, dass du für mich gebetet hast.
00:07:04: Das war für mich mit das Wichtigste in der Situation aber es hat jetzt nicht dazu geführt, dass er weiter nach dem Evangelium gefragt hätte.
00:07:13: Jetzt verstehen wir uns von Holkebach aus als Ausrüster und Mentor zur Alltagsmission.
00:07:19: Für dich was würdest du sagen?
00:07:22: Was würde dir helfen oder was würde irgendwie hilfreich sein oder am besten helfen in genau dieser Frage?
00:07:30: Ich würde gerne den säkularen Menschen verstehen.
00:07:33: Ich glaube, dass ich jetzt mittlerweile auf der Reise bin.
00:07:35: Das hat mit dem Truman angefangen Charles Taylor und so.
00:07:38: Da kommen wir auch gleich drauf.
00:07:39: aber überhaupt zu verstehen weil ich musste zwei Barrieren überschreiten.
00:07:43: Einmal bin ich Russlanddeutscher das heißt ich musste die Kultur vom Russland Deutschen zum deutschen überschreiben und dann bin ich in einem sehr christlichen Kontext groß geworden christliche Schule und christlicher Kind.
00:07:54: also im Grunde genommen kannst du den Detmold komplett in einer christlichen Glocke bleiben.
00:07:59: Auch
00:08:00: Gemeinde und alles.
00:08:00: Gemeinde,
00:08:01: Alles!
00:08:01: Fußballverein, Wettnittenverein...
00:08:03: Warum ist das so von der Geschichte her?
00:08:05: Da waren es
00:08:05: auch so viele Russland-Deutsche und die haben
00:08:07: halt ... Da waren diese ersten, nennt man das Auffanglage oder was wo sie verteilt wurden.
00:08:12: Das
00:08:13: weiß ich nicht genau aber da ist glaube ich die größte christliche Schule in Deutschland.
00:08:18: Und wie gesagt, alle Vereine, alles wäre möglich über Christen zu machen.
00:08:21: Dadurch hat man eben diese Brühungspunkte nicht und das hat bei mir erst mal relativ lang gedauert bis ich das verstehen konnte.
00:08:28: Selbst wo ich nach Koblenz gezogen bin, wo ja die christliche Community sehr klein ist, brauchte ich auch Jahre um überhaupt zu verstehen, wie ein typisch säkularer Mensch denkt.
00:08:37: Wenn ich mit Ausländern zu tun habe... Ich hab zum Beispiel jetzt gerade so einen evangelistischen Hauskreis mit Italienern Sinti Roma, dass es eine bunte Gruppe ... Es ist einfach weil sie immer glauben dass ein Gott da ist und man ihm gegenüber verantwortlich ist.
00:08:49: Aber der deutsche Säkulare oder der westliche Mensch ist anders, den zu verstehen, das braucht sich eine Zeit für mich auf jeden Fall.
00:09:00: Wenn du sagst evangelistische Hauskreise was ist das dann?
00:09:02: Du trefft euch, lest mir in einer Bibel ... Einmal in einer
00:09:04: Woche genau lesen wir zusammen... Das ist eigentlich aus einer großen Familie erwachsen und eine Familie ist bei uns in der Gemeinde die anderen nicht und die haben gesagt es wäre doch super wenn die auch von der Bibel was mitbekommen.
00:09:16: Und dann haben wir halt einmal die Woche so ein Kreiswehr Essen zusammen lesen, dass Johannes Evangelium meistens erzähl.
00:09:25: ich nur weiß also da kommen wenig Antworten aber es ist glaube ich trotzdem eine ganz gute Truppe und sich versuch da in einem ganzen anderen Setting das Evangelium zu erklären.
00:09:34: Und da deine Akademikerfreunde mit reinzunehmen wäre schwierig?
00:09:39: Das sind quasi extreme Poli.
00:09:40: Ich glaube
00:09:41: nicht funktionieren.
00:09:45: Wir haben ja als Christen so oft eine Vorstellung von erfolgreich irgendwie Alltagsmissionar sein zu müssen.
00:09:52: Aber so Begrifflichkeiten wie Erfolge, was gibt's in der Bibel gar nicht?
00:09:56: Was denkst du, was bedeutet das denn?
00:09:58: trotzdem die Frage?
00:09:59: Was bedeutet es ein erfolgreicher Alltagsmissionar zu sein?
00:10:06: Ich hätte erst mal gesagt dass mir das Beispiel von Paulus im zweiten Korintherbrief hilft.
00:10:11: er will selber ein guter Geruch sein.
00:10:13: Dann sagt er erst für die einen, das Leben zum Leben und für die anderen ein Geruch des Todes zum Tode.
00:10:20: Das heißt, er selber hat irgendwas an sich was von Jesus spricht und das Ergebnis kann total unterschiedlich sein.
00:10:27: Und ich vermute dass man es eher in diesem Kontext festmachen muss.
00:10:34: Sonst wäre es für Missionare im muslimischen Kontext schwierig von Erfolg zu sprechen glaube ich.
00:10:39: Für uns auch also total lange ist bei uns fast gar nichts passiert in der Gemeinde.
00:10:46: Das heißt also, es kommt auf den Lebensstil darauf an und gar nicht so sehr auf das Ergebnis.
00:10:50: Weil wir sind sehr erfolgsorientiert in Anführungsstrichen, in so einer Gesellschaft leben wir.
00:10:55: Da braucht's irgendwie klare Facts.
00:10:57: zahlen am Ende, Strich drunter machen.
00:10:59: hat sich gelohnt oder nicht?
00:11:01: Ja oder?
00:11:02: Ich meine jetzt für mich.
00:11:03: natürlich will ich auch Zahlen sehen.
00:11:05: Ich glaub, das wär gelogen.
00:11:06: Wenn ich jetzt sage ... Das ist mir total wurscht!
00:11:09: Und wir haben als Team am Anfang auch ziemlich gestruggelt.
00:11:12: Wir hatten einmal gebetet und gesagt, bis zum Jahresende zwei Leute.
00:11:16: Es hat sich aber keiner bekehrt.
00:11:17: Dann haben wir irgendwie versucht ein Kind noch da in diese Zahl mit reinzulegen.
00:11:22: Das war bisschen komisch?
00:11:24: Aber es hat uns etwas aus der Bahn geworfen.
00:11:27: Natürlich will ich, dass was passiert.
00:11:31: Aber irgendwann hab' ich für mich ... so einen Vers gehabt aus der Offenbarung.
00:11:36: Wir hatten irgendwann die Offenbahrung gepredigt, und dann gab's dieses Send-Schreiben an Philadelphia, wo er sagte ... halte am Wortfest und halte an mir fest.
00:11:47: Und dann werde ich die Tür öffnen!
00:11:49: So hab' ich das auf jeden Fall verstanden.
00:11:51: Dann dachte ich okay, dass was ich machen kann ist, dass sich mich an Jesus festhalte, an seinem Fortfest halte... und dann wird er für Sorgen müssen, dass Dinge passieren.
00:12:00: Aber das war nach ... Fast zehn Jahren, wo wir schon gefrustet waren weil wenig passiert ist.
00:12:09: Was hilft dir denn an dieser Stelle eben mit diesem Frust umzugehen?
00:12:12: Wenn du sagst zehn Jahre Fruster hast sehr ganz schön lange ausgehalten und durchgehalten oder?
00:12:17: Ja ich glaube dass Gott uns da haben wollte weil wir ein paar äußere Geschichten hatten klingt vielleicht blöd.
00:12:25: aber vor vielleicht dreißig jahren gab es einen gewissen Mario der sich bekehrt hatte und an Kassetten von einem gewissen Fred Colvin gehört hatte.
00:12:35: Das ist später ein Lehrer von mir gewesen, von dir auch?
00:12:38: Ja!
00:12:39: Und dieser Mario hat gebetet, dass in Koblenz eine Gemeinde entsteht wie Fred Colwin das machen würde.
00:12:46: Jetzt sag ich nicht, dass Fred Colbin die einzige Gemeindegründer ist oder dass es die einzig wahre Geschichte ist, aber das war sein Gebet.
00:12:55: Er hat dann auf ganz Kurilaten seine Gebäude gekauft ohne Geld zu haben aber hat die Hilfe bekommen und hat dann gebetet, dass in diesem Gebäude eine Gemeinde irgendwann ist.
00:13:05: Heute sind wir in diesen Räumlichkeiten ... Und vier Familien, die bei Frédt in der Lehre waren, sozusagen, sind nach Koblenz gezogen.
00:13:13: Ohne davon zu wissen!
00:13:15: Ich glaub, solche Geschichten haben tatsächlich geholfen, das wir sehen, ich glaube Gott steht durchaus dabei.
00:13:22: Aber noch ne zweite Sache war für mich wichtig.
00:13:24: Ich hab ein dickes Buch gelesen, so Compendium zur Missionsgeschichte.
00:13:28: Das war für mir wichtig?
00:13:30: Denn ich habe gesehen, dass über tausend siebenhundert Jahre in Koblenz nichts passiert ist.
00:13:35: Und manchmal liest man Hudson Taylor oder die Großmissionare und denkt, wenn du in eine Mission gehst dann explodiert alles!
00:13:41: Aber ich glaube ein bisschen Missionsgeschichte hilft zu sehen, das viel, viel Missionsarbeit sehr lange gebraucht hat... ...und warum sollte nach tausenden sieben hundert Jahren, wo in Koblinz fast gar nix passiert ist?
00:13:52: Kaum christliches Zeugnis.
00:13:53: da ist Viktor Klassen oder jetzt wie als Team kommen und plötzlich
00:13:57: explodierts?!
00:13:58: Und da hab ich gedacht, ey das ist wahrscheinlich die normale Geschichte.
00:14:02: Wir sollten uns nicht zu Dolan Hudson Taylor orientieren sondern zum Beispiel an dem Robert Morrison der vor ihm auch Missionar war und bei dem gar nichts passiert ist, der aber schon mal alles beackert hat.
00:14:11: Das waren sicher zwei Aspekte die mir geholfen haben zu sagen ... Denk nicht du bist derjenige wo... wo jetzt alles durch die Decke geht.
00:14:20: So dass das Prinzip auch der wie Gott wirkt, der eine, der bereitet Vorsäte andere erntet.
00:14:27: und das macht nicht unbedingt alles einer oder ein Team.
00:14:31: es braucht auch Zeit.
00:14:33: aber das interessiert mir jetzt mal wenn du sagst tausend sieben hundert Jahre vorher nichts passiert in Koblenz.
00:14:37: Du hast sich also mit der Geschichte von Koblenze beschäftigt.
00:14:39: Also ich bin nicht zu tief drinne.
00:14:41: Das ist wie gesagt nur ein Companion so ne Zusammenfassung.
00:14:43: Aber Koblenzen oder eigentlich von Trier war damals ja zurzeit von Konstantin dem groß ein christliches Zeugnis, aber dann stand drinne das zeugnis kam nie so richtig bis nach Koblenz.
00:14:53: da war was kleines aber so richtig groß nicht.
00:14:55: also in dem werk kam koblenz vor und dann habe ich festgestellt dass in den buch gebet für die welt wahrscheinlich bekannt ist heute weil es nur noch im englischen gibt.
00:15:07: aber da steht drinnen das in deutschland die eifel einfach ein total unerreichtes gebietes und koblenz grenzt an die eife.
00:15:16: viel mehr weiß ich leider nicht, also ich bin jetzt nicht zu tief drinne.
00:15:19: Aber das was ich bis jetzt gelesen habe hat gezeigt dass eigentlich das Zeugnis sehr sehr kleines alle Gläubigen aus Koblenz würden in Detmolten ein Gemeinderaum passen.
00:15:27: So deswegen warum erwarte ich dass jetzt plötzlich alles anders wird?
00:15:32: Für die die es nicht wissen wie groß ist Koblenzen.
00:15:34: Hundertzehntausend Einwohner haben wir und
00:15:39: eine kleine Ausstatt einfach.
00:15:41: Also wir nennen uns immer Großstädtchen.
00:15:44: Ja, wir kratzen quasi an
00:15:46: den Hunderttausenden
00:15:47: oder sind ein bisschen über den Hundertausend.
00:15:49: Aber eigentlich ist es ein bisschen wie eine kleine Großstadt, wo man sich noch heimlich fühlt und sich auch untereinander kennt.
00:15:57: Also wenn man durch die Stadt geht trifft man schon immer wieder Bekannte.
00:16:01: Ist ja auch Hochschule-Universität?
00:16:03: Genau!
00:16:04: Wir haben ne Hochschulle unten Uni also beides.
00:16:09: Also jetzt noch mal, was hilft dir so ganz konkret mit dem Frust umzugehen?
00:16:13: Wenn ich dich richtig verstanden habe war es eigentlich die zwei Sachen zu verstehen.
00:16:17: Okay ... Es ist ein langer Weg, es braucht länger und es war vorher nichts da also brauchte es auch länger.
00:16:25: Waren das die zwei Sachen?
00:16:28: Naja und letzten...
00:16:37: Du hattest diese ... Also dieser eine Bruder Mario hast du ihn glaube ich genannt der gebetet hat dafür, weil ich eine klare Idee hatte oder so.
00:16:46: Es
00:16:46: dauert lange?
00:16:46: Ja.
00:16:47: Aber Gott hat wahrscheinlich mit uns hier was vor, zumindest Sprachfil ist dafür.
00:16:54: und dann hab' ich gesagt es gibt andere Missionäre die ich vorbildlich finde, die sehr, sehr lange irgendwo arbeiten einen Freund von mir in Bosnien der Thorsten Strömann da gibts wahrscheinlich im ganzen Land keinen Fünfhundert Gläubigen und er ist da schon Jahrzehnte und hat ne ganz kleine Gemeinde.
00:17:11: Oder ich kenne Missionare aus dem Senegal.
00:17:13: Dreißig Jahre Arbeit, dreißig Gläubige und diese Vorträge die ich jeweils gehört hatte oder auch die Gespräche mit denen haben mir gezeigt das kann einfach sehr dauern sei treu und irgendwann könnte was passieren.
00:17:27: aber dann wie gesagt auch diese Offenbarungsstelle hat mich schon.
00:17:32: Ich glaube, dass Gott zu mir gesprochen hat.
00:17:34: Das würde ich nicht oft sagen.
00:17:36: Aber in dem Moment hatte ich den Eindruck hier gibt Gott ein Versprechen er wird zu seiner Zeit die Türen öffnen.
00:17:41: Cool!
00:17:41: Ja das lässt einen dann auch wirklich durchtragen.
00:17:44: und doch auch die Frage wie gehst du damit um wenn du von anderen hörst?
00:17:50: Auch im deutschsprachigen Raum wo es ganz anders läuft und wo du auf einmal da kommen echt Leute zum Glauben.
00:17:56: was macht das mit dir sagst du dann super kannst dich mit freuen oder
00:18:02: Ähm ... ja, mittlerweile schon.
00:18:06: Aber war ein Weg?
00:18:07: Ja, ist schon ein Weg.
00:18:08: Klar, man möchte irgendwie Erfolg haben und das ... Ich sag mal, Neid
00:18:13: usw.,
00:18:13: Neid und Eifersucht sind Triebe in einem, die so tief veranlagt sind.
00:18:18: Ich würd jetzt lügen, wenn ich die einfach leugnen würde.
00:18:22: Das ist schon drin.
00:18:24: Ich glaube, da ist auch was Gutes dran.
00:18:27: Denn ich gehe dann zu Gott und ich sage mach du bitte auch etwas!
00:18:31: Und letzten Endes hilft es mir aber zu ihm zu kommen und Ruhe bei ihm zu finden.
00:18:35: Aber das ist sicher ein Kampf ja.
00:18:41: Ja... Es gibt ja verschiedene Tools in der Alltagsmission mit denen Christen den Glauben teilen können.
00:18:49: Du hast schon gesagt ihr macht das so.
00:18:51: Der lässt Johannes Evangelium in dieser Gruppe Aber auch andere Sachen, wie gemeinsam Sport machen oder was hast du schon ausprobiert und wie ist es gelaufen?
00:19:03: Ja wir sind Teil eines Freundeskreises.
00:19:05: Das ist sicher der zeitintensivste Versuch.
00:19:09: Ich habe da schon gesagt, dass wir alles miteinander machen und das sind echte Freunde.
00:19:13: also wir haben uns wirklich gerne.
00:19:15: ich hab jetzt im letzten halben Jahr nicht so viel Zeit gehabt aber bei der letzten Feier habe ich gedacht ich will die auf keinen Fall missen.
00:19:22: Wir sind persönlich miteinander Drücken uns, mögen uns wirklich.
00:19:26: Das ist sicherlich ein ganz wesentlicher Fakt ... Da haben wir auch Sport gemacht und so weiter.
00:19:33: Und dann stelle ich fest, dass tatsächlich die Gemeinde selber ein Zeugnis sein kann?
00:19:38: Vielleicht sagen wir später was zu oder soll ich ...
00:19:42: Was die Gemeine betrifft?
00:19:43: Ja.
00:19:44: Kannst doch jetzt schon sein!
00:19:47: Als ich auf der Bibelschule in Salzburg war, wurde uns gesagt die Hauskreise sind wesentlich.
00:19:52: Evangelistische Hauskreisel und die Gemeinde ist für die Gläubigen Und wir haben es auch versucht so zu leben.
00:19:58: aber die Leute sind nicht zu den Hauskreisen gekommen.
00:20:00: Aber zur Gemeinde immer.
00:20:02: Wir sind total stark frequentiert Immer wieder sind Besucher da.
00:20:06: Manchmal bestimmten Drittel oder vielleicht sogar mehr liegt wahrscheinlich daran dass bei uns viele viele Ausländer durchlaufen.
00:20:14: Wir sind sehr international, aber wie gesagt ganz, ganz viele Besucher.
00:20:19: und irgendwann haben wir gesagt nutzten wir das.
00:20:21: Gucken wir einfach mal dass die Gottesdienste so sind, dass die Leute Gott da begegnen können auch und dass wir eine Sprache verwenden, die auch ein nichtgläubiger verstehen kann usw.
00:20:30: Und da gab es auch einige Zeugnisse z.B von Mohammed aus dem Iran.
00:20:35: Wir haben relativ viel Moslems gehabt.
00:20:37: zum Beispiel auch hat mich total gewundert.
00:20:39: Aber dann sagte Mohammed Als ich da war, wusste ich Gott ist hier.
00:20:44: Richtig krass!
00:20:45: Und seine Tochter hat sich bekehrt und ist jetzt bei uns in der Gemeinde.
00:20:48: So das ist zum Beispiel mittlerweile ein starkes Tool was ich früher nicht so gesehen hätte.
00:20:53: aber wenn die Leute dahin kommen warum sollten wir nicht da versuchen stark zu sein?
00:20:58: Und als gemeine versuchen wir dann auch noch Camps zu machen.
00:21:01: Nee, versuchen wir nicht nur wir machen Camps und diesen sicher auch wesentlich für das Evangelisieren.
00:21:09: Ja cool ja da reden wir gleich noch ein bisschen drüber Wenn du an deine Freunde denkst, von denen du gesprochen hast.
00:21:15: Was hilft dir auf eine tiefe Gesprächs-Ebene zu kommen?
00:21:20: Persönlich sein.
00:21:22: Ich sage wie es mir geht und dann erzählen die, wie es denen geht.
00:21:25: Ich fand eigentlich zwei Ratschläge hilfreich.
00:21:29: Einer kam von dem Freit.
00:21:31: Er war immer sehr offen.
00:21:34: Und wenn jemand dir gegenüber offen ist, fängt der André auch sofort an und erzählt Geschichten von sich.
00:21:41: Und der andere Tipp kam von dem ... vom John Lennox.
00:21:45: Der sagt, frag!
00:21:47: Das sind ja eigentlich die zwei Pole.
00:21:49: Ich kann selber aufm Bahn, aber ich kann den anderen einfach fragen und der Mix aus diesen zwei Dingen führt sicher dazu, dass man gute Gespräche führen kann.
00:21:58: Ich glaub es ist auch eine Begabungsfrage.
00:21:59: nicht jeder kann das gleichermaßen?
00:22:02: Aber ich glaube, dass ich ein Gefühl für Leute hab insgesamt.
00:22:06: Ja.
00:22:07: Macht ihr das als Ehepaar?
00:22:08: Hast du das alleine?
00:22:11: Ja, machen wir
00:22:12: als Ehepaar.
00:22:12: Aber meine
00:22:13: Frau zum Beispiel würde diese Gespräche so nicht führen können.
00:22:16: Sie ist ein absoluter Diener.
00:22:17: sie sieht die praktischen Dinge und packt an ist für alte Leute da und für unsere Nachbarn und so.
00:22:23: aber sie könnte jetzt nicht so schnell in diese persönlichen Gespräche kommen dass es da ist einfach ein anderer Typ.
00:22:32: Die anderen sind dann teilweise auch Paare oder sind auch einzelne Leute.
00:22:36: Und wie macht ihr das als Paar, wenn ihr dann zusammen quasi Urlauben macht oder sowas?
00:22:40: Da habt ihr so eine Rollenverteilung mehr.
00:22:42: Oder beteiligt es sich auch an den Gesprächen?
00:22:45: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:22:46: Ja klar,
00:22:47: reden ja alle mit!
00:22:49: Aber ich bin einfach extrovertierter als sie, das meinte ich.
00:22:53: Sie ist ein sehr guter Zuhörer aber würde jetzt nicht so das Gespräch an sich reißen... ...oder auch nicht so viel Redeanteil haben.
00:23:02: Sie isst dann oft eher die Zuhörende.
00:23:08: Ja, für euch.
00:23:09: Wenn dich das was der Victor gerade so angesprochen hat und erzählt ja auch berührt oder du denkst, boah!
00:23:16: Das ist richtig cool.
00:23:16: ich wüsste jemanden wer das unbedingt hören sollte dann teil den Podcast doch schick uns schicke ihm einfach diese Folge Und falls du grade auf YouTube schaust kannst du gerne auch auf die auf die Glocke klicken.
00:23:30: das hilft dem Algorithmus dass gerade auch unser unser Content hier auf dem Kanal einfach mehr Verbreitung Findet.
00:23:38: Ja, Victor du hast mir erzählt dass die Autoren Karl Truman und auch Charles Taylor warst.
00:23:44: Dein Bild so vom säkularen Menschen wirklich verändert haben.
00:23:48: Truman hat ja aus in dem zum Beispiel in dem Buch Fremde Neue Welt.
00:23:52: oder hast Du auch den Siegeszug des modernen selbst gelesen?
00:23:55: Das ist ein dicker Schinken.
00:23:57: Ist ja schon Herausforder zu lesen.
00:23:58: ich habe ihn auch gelesen Ja, aber da erklärt er auch wie unsere westliche Gesellschaft so geworden ist.
00:24:05: Wie sie jetzt nun ist also wieder werde Gang dahin war und das hat auch direkt der Auswirkungen darauf wie wir als Christ mit unseren Mitmenschen reden.
00:24:13: Wir mit ihnen umgehen und wie wir ihn auch das Evangelium nahe bringen können.
00:24:18: Und Victor kannst du uns da konkrete an einem konkreten Erlebnis zeigen, wie du das sagst.
00:24:25: Dass es dir total geholfen hat auch deinen Nächsten besser zu verstehen und einzuordnen.
00:24:31: Und mit Menschen zu reden und umzugehen.
00:24:35: Ich greife noch mal ein bisschen vor ja?
00:24:36: Ja ich habe irgendwo zwanzig, zweinzwanzig das Buch ist frisch rausgekommen Siegeszug des modernen selbst gefunden und ich war sofort Feuer und Flamme mega.
00:24:47: Er sagt in dem Buch, dass zum Beispiel ein Southern Baptist Christ nicht mit einem Linken reden könnte.
00:24:53: Also die Sprache ist überhaupt nicht kompatibel.
00:24:56: und das ist das was ich gefühlt hatte als wie gesagt Russland-Deutscher Christ mit einem westlich denkenden Menschen unterwegs zu sein.
00:25:05: Darin wurden einige andere Bücher empfohlen.
00:25:07: Charles McIntyre Nee, Alistair McIntyre und Charles Taylor hab ich auch gekauft.
00:25:14: Und das hat mir so geholfen.
00:25:16: Jedes Mal, wo ich's gelesen hab, dachte ich okay jetzt check' ich, jetzt check', jetzt check'.
00:25:20: Ich was?
00:25:21: Ja, dass wir eine andere Sprache sprechen.
00:25:24: Deswegen nicht so auf einer Willenlänge sind.
00:25:28: Aneinander vorbeireden
00:25:29: auch?
00:25:29: Ja total aneinander vorbei reden!
00:25:32: Einen Punkt will ich
00:25:33: mal nehmen... Kann man ein Beispiel, ja.
00:25:36: Im Grunde genommen ist kein ... Ich glaube an kein Gott.
00:25:39: Also Atheismus hab ich relativ selten angetroffen, aber die Sprache bleibt total unbestimmt.
00:25:46: und der Charles Taylor zeigt, dass das in der Romantik passiert ist.
00:25:51: Die Aufklärung kommt und sie sagt wir brauchen kein Gott nur noch Wissenschaft, Rationalität usw.
00:25:57: Ordnet das mal kurzzeitig ein für unsere Zuhörer ungefähr?
00:26:01: Ungefähr.
00:26:02: Okay.
00:26:02: So ... sagt dann aber, jetzt ist der Mensch eigentlich nur noch ein rational denkendes Wesen.
00:26:09: Das ist zu wenig!
00:26:10: Wo bleibt Gefühl und so weiter?
00:26:12: Und geht quasi wieder zurück.
00:26:14: und wir denken, dass die Romantik wieder zu Gott führt.
00:26:17: Aber eigentlich holt sie jetzt nur eine religiöse Sprache und bleibt total unbestimmt.
00:26:23: D.h.,
00:26:23: man kann von Glauben usw.
00:26:25: reden, aber das ... keiner weiß was es bedeutet.
00:26:28: Es muss nicht heißen, dass du an Gott glaubst.
00:26:31: gegen Gott bist.
00:26:32: Also es gibt keine Glaubensinhalte, die in irgendeiner Weise an der Bibel orientiert werden.
00:26:38: Aber ein religiöses Gefühl?
00:26:39: Zum Beispiel im neuen Album von Coldplay da gibts dieses Sleeds Pray und So We Pray.
00:26:46: Und wenn ich auch durch den Todeschatten gehe also total biblischer Anspielung, die da drin sind Ein ganzes Lied wo er nur vom Beten singt.
00:26:55: Ich zeig's meinem Kumpel wen meint er hier, welchen Gott?
00:27:00: zu welchem Gott betet er?
00:27:02: Und mein Freund sagt, es ist ja total egal.
00:27:05: Habt doch er betet!
00:27:07: So und diese Unbestimmtheit... Die ist jetzt ein Fall gewesen die ich überall antreffe.
00:27:13: man is nicht Ah, religiös.
00:27:16: Irgendwie hat man was und man möchte ja auch religiöse Gefühle haben.
00:27:20: Man möchte zum Beispiel in der Kirche – ich sag mal bei der Geburt, bei der Hochzeit oder beim Todesfall geht man in die Kirche und möchte auch eine gewisse religiose Sprache haben.
00:27:29: aber das bedeutet nicht dass es irgendwie persönlich wird.
00:27:32: Aber weißt du was ich nicht so richtig checke?
00:27:35: Wie kann es sein, dass so ein Gegenüber von dem du beschreibst, dein Kumpel
00:27:40: z.B.,
00:27:40: der eigentlich ein rational denkender Mensch ist hier so weil religiösen Dingen nur auf Emotionen und völlig faktenfrei agiert.
00:27:52: Ja, der Charles Taylor erklärt das.
00:27:53: Er sagt es gibt wie gesagt diese zwei Extreme einmal den christlichen Glauben dann die Aufklärung und die Moderne beginnt im Grunde genommen Und man fühlt sich von beiden Polen aber abgestoßen.
00:28:07: Du kannst nicht total rational sein.
00:28:09: Aber der alte biblische Glaube Der ist auch ich sag mal old school mittelalterlich und all diese Begriffe, die es gibt.
00:28:17: Und jetzt richtet man sich einfach bequem irgendwo dazwischen ein?
00:28:22: Ich erklär das noch ein bisschen kompliziert aber das krieg ich nicht so wiedergegeben.
00:28:27: Aber verstehst du was ich meine?
00:28:28: Dass das irgendwie...ich verstehe das in der Sache dass man sich dann irgendwie so einrichtet und sich da etwas bastelt.
00:28:34: Aber ich habe oft den Eindruck, dass das ganze religiöse sehr Absolut über der Erfahrungsebene und dem Gefühl.
00:28:44: Und überhaupt gar keinen faktischen Glaubensinhalt hat, weil es eigentlich egal ist was du glaubst.
00:28:50: Hauptsache du glaubest!
00:28:52: Aber wenn du zum Beispiel... Was weiß ich?
00:28:56: Akademisch unterwegs, weil du hast gelernt was es heißt empirisch Studien zu machen und so weiter.
00:29:02: Da guckst du genau das ist habe ich festgestellt das wird gar nicht angewendet diese Prinzipien auf Glaube und Religion oder?
00:29:10: Ich war mal hier in Wiedernest.
00:29:11: eigentlich wurde der John Lennox Vorträge gehalten hat dass jetzt auch schon relativ lange her und er wurde gefragt Hilft das, was du machst?
00:29:20: Er ist ja empirisch unterwegs.
00:29:22: Und mit Beweisen und einer guten logischen ... Ja, als
00:29:26: Mathematiker.
00:29:27: Unterwegs hilft das überhaupt!
00:29:29: Dann wurde er ärgerlich, das fand ich interessant.
00:29:31: Und sagte absolut, hunderte Zuschriften bekomme ich, dass sich Leute bekehren.
00:29:36: Das heißt, ich will das nicht wegtun.
00:29:38: Ich sage nicht, dass die Logik usw.
00:29:40: keine Rolle spielt.
00:29:42: Aber warum das trotzdem bei vielen so isst, glaube ich, weil das ... Funktioniert.
00:29:52: Mir gutes Gefühl gibt's?
00:29:53: Ja, das ist funktionierend
00:29:55: und das reicht.
00:29:56: Also die Postmoderne ... Ich mein du hast hier den Sam Chen empfohlen, ne?
00:30:01: Er sagt das ja genauso!
00:30:02: Du hast früher gesagt was es war.
00:30:05: sollt ich leben damits funktioniert.
00:30:08: aber heute denken wir so nicht sondern wir gucken eher was funktioniert Und dass gute gefühl funktioniert ohne dass die wahrheit dahinter gegeben sein muss.
00:30:17: und ich meine dass das in unserem ... in unserem Leben oder in unserer Denke so ist.
00:30:25: Aber besser erklären könnte ich es nicht?
00:30:26: Ja, aber das ist schon gut!
00:30:28: Doch,
00:30:28: das ist auch schon gut...
00:30:29: Also jetzt nur noch ein Beispiel.
00:30:31: Es gab früher Musik wenn die... Die war... Oder Mozart hat sozusagen diese absolute Musik gemacht.
00:30:40: Du bekommst einen Gefühl von Traurigkeit, aber die ist an nichts gekoppelt.
00:30:44: Das macht einfach nur die Musik
00:30:47: Verstehe ich nicht.
00:30:49: Du hast früher Musik gehabt, die zum Beispiel den Tod besungen hat.
00:30:53: Und dann bist du traurig gewesen.
00:30:54: aber das Gefühl was sich entwickelt hat ist genauso ... hat mit dem Fakt zu tun dass einer gestorben ist.
00:31:02: Aber jetzt kannst du Musik machen, die einfach nur das Gefühl anspricht, aber keine Wahrheit dahinter.
00:31:10: und das Kennzeichnet so großen Teil in unsere Welt und das reicht irgendwie aus.
00:31:15: Es berührt was, aber man denkt nicht zu Ende.
00:31:19: Man würde in der Philosophie sagen, was das Ontologische dahinter ist also was Das echte seien dahinter betrifft.
00:31:25: also das gefühl reicht aus.
00:31:27: Aber warum das so ist ich kann es nicht besser erklären.
00:31:30: Aber wie docks du da jetzt an mit den doch recht klaren wahrheiten des Evangeliums wenn die gar nicht interessieren?
00:31:40: welchen weg hast du da gefunden?
00:31:41: Also, ich muss hier sagen, dass sich besser ein paar Jahre später hier wäre.
00:31:46: Weil der Truman ...
00:31:49: Ja, weil der Truman erst vor ein paar Jahren in mein Leben gekommen ist und Charles Taylor.
00:31:54: Zwei-drei Jahre?
00:31:55: Aber... Ich geb einfach mal eine Idee.
00:31:58: Ich sag aber nicht, dass die bei mir schon funktioniert hat, aber ich gib ne Idee.
00:32:02: Wenn ich den Charles Taylor lese, stell ich fest, das wir ähnlich ticken wie früher die Epikuräer und Historiker.
00:32:11: Jetzt wird's ein bisschen historisch.
00:32:13: Ja, unbedingt aufführen!
00:32:15: Zum Beispiel sagen die Epikorea ... Die Welt ist evolutionär entstanden.
00:32:21: Genauso wie wir es heute denken würden.
00:32:23: Oder wenn du in Reklam gehst, dann findest du heute noch alte Seneca-Bücher von den Sturkern.
00:32:29: Also das heißt diese zwei Denkmuster beschreiben eigentlich unsere Zeit heute ganz gut.
00:32:36: Auch ... Die ganze Moraltheorie, die ist so wie die Epicurea und Historiker früher gedacht hatten.
00:32:43: Also heute gibt's den Utilitarismus ... Wir wollen das größte Glück haben.
00:32:48: Das ist das Gleiche, wie die Historiker die Epicurier früher sagten oder du hast eine Tugendetik, das ist das gleiche als die Historika gesagt haben.
00:32:55: Ungefähr!
00:32:56: Das ist jetzt alles ein bisschen schwammig.
00:32:59: Aber dann stell ich fest dass es in der Bibel einen Abschnitt gibt wo Paulus zu den Epicurean und Stoikern spricht.
00:33:05: Apostelgeschichte siebzehn, wo er zu den Athenern redet
00:33:08: auf dem Areopark.
00:33:10: Und ich würde dieses Modell nehmen wollen und anwenden wollen.
00:33:14: Ich finde es so interessant dass er da zum Beispiel überhaupt nicht vom Kreuz spricht sondern seine Idees folgende Er dockt erst mal an eine unbestimmte Geschichte an.
00:33:23: die haben ja auch sozusagen einen Unbestimmten Gott und der sagt Den Gott den ihr hier verehrt.
00:33:28: das ist ähnlich wie das Beispiel mit Codeplay meine ich.
00:33:31: Und jetzt brauche ich eine gewisse Frechheit, um zu sagen ... Guck mal.
00:33:35: Das was du da vererst?
00:33:36: Ich kenne das!
00:33:37: Ich könnte etwas zu sagen
00:33:39: und dann ... Aber jetzt sagt dein Gegenüber, es interessiert mich aber nicht.
00:33:43: Mir reicht das gute Gefühl hier einem unbekannten Gott einen Opfer zu bringen.
00:33:47: Da bin ich noch nicht fertig im Denkprozess.
00:33:48: Okay, super.
00:33:49: Mach weiter.
00:33:51: Jetzt macht Paulus eigentlich Folgendes und er will nur die Leute dazu stupsen dass sie suchen.
00:33:57: Und die zentrale Aussage ist, Gott hat den Menschen gemacht damit sie umhertastend ihn suchen und finden mögen.
00:34:04: Ist ein total subjektives Ding!
00:34:07: Das find ich so interessant, er kommt nicht mit absoluten Wahrheiten sondern er kommt mit subjektiven Dingen.
00:34:13: Er sagt du stößst sowohl vom Raum als auch von der Zeit an Grenzen.
00:34:17: also Gott hat Grenzen gesetzt und an diesen Grenzen die uns wehtun Kannst du Gott begegnen und umhertastend wirst du ihn finden.
00:34:26: Und eigentlich macht er das, er sagt such nach dem Gott!
00:34:29: Gib dich nicht zufrieden mit dem was du machst.
00:34:31: Wie sieht es aus bei den säkularen Menschen?
00:34:32: Das umhertesten unter einen Grenzen stoßen und sich wehtun.
00:34:35: Hast du ein Beispiel?
00:34:37: Menschen sterben Vertraute sterben und die haben keine Antwort auf den Tod.
00:34:43: Überhaupt auch Leid Ja.
00:34:45: Warum passiert das?
00:34:46: Ein Freund von mir ist ein Kindergarten und es heißt, die müssen den Tod einfach total umgehen weil es keine Antworten gibt.
00:34:53: Neulich ist ein Freund von dir verstorben und es ist fast peinlich dass man stirbt und man möchte einfach sagen hey kümmert euch nicht so doll um mich.
00:35:02: Der säkulare Mensch hat keine Antwort auf den Tod eines Geliebten.
00:35:05: vielleicht kann er mit seinem eigenen Tod umgehen aber wenn der geliebte stirbt Das ist eine Grenze...
00:35:11: Die
00:35:11: tut weh
00:35:12: Und darauf kann man Hinweisen.
00:35:14: Da könnte man sagen, was ist deine Antwort?
00:35:16: Vielleicht begegnen wir hier Gott total subjektiv!
00:35:20: Aber dann könnte man auch sagen hast du nicht innerlich manchmal den Eindruck da muss mehr sein?
00:35:24: bist du schon mal am Limit gewesen?
00:35:26: Was hat dir halt gegeben?
00:35:27: und so weiter.
00:35:29: Und dann hilft mir noch ein anderes Buch.
00:35:32: Ich geh durch jede Bibliothek, jede Buchhandlung.
00:35:35: Du
00:35:35: liest gerne das.
00:35:37: Und dann über Jahre, eigentlich schon Jahrzehnte stelle ich immer wieder fest, gibt es dieses Buch von John Strelecki, Kaffee am Rand der Welt oder The Five ... Big Five for Life heißt das glaub ich?
00:35:54: Ich hab's dreimal von meinen unglaubigen Freunden geschenkt gekriegt.
00:35:57: Meine Tochter kriegt es von unglaublichen Freunden, mein Mitarbeiter.
00:36:01: Das ist irgendwie das Buch was quasi die Sinnfrage stellt.
00:36:05: Wofür lebst du überhaupt dein Leben?
00:36:07: Und ich würde meinen dass das auch ein weiteres Thema ist was auch in der Rede im Areopark vorkommt Dass man fragt Was ist der Sinn eigentlich hinter deinem Leben?
00:36:17: Und vielleicht könnte man hier auch andocken und sagen, was ist der Sinn?
00:36:22: Paulus würde sagen Gott zu suchen und zu finden.
00:36:25: Aber die ganze Sinnfrage ist eigentlich in unserer Denke komplett weg.
00:36:29: Jeder bestimmt sich seinen eigenen Sinn selber aber wenn der nicht gelingt fallen Menschen in ein noch viel tieferes Loch.
00:36:38: Aber wie gesagt ich stehe da relativ am Anfang.
00:36:41: das sind bis jetzt eher ... Dinge, wo ich umgedacht habe.
00:36:44: Wo aber zum ersten Mal tatsächlich es möglich ist mit Freunden anzudocken?
00:36:48: Also das hat schon geholfen!
00:36:49: Aber jetzt sage ich nicht, dass sie sich deswegen bekehrt hätten.
00:36:53: Reden wir noch kurz über den expressiven Individualismus von True Man wie er das beschreibt.
00:37:01: Was meint er damit?
00:37:04: Ja, es geht darum, dass du die Dinge tust, die in deinem Inneren sind... Das heißt, wenn du das Gefühl hast aus dieser Ehe ausbrechen zu müssen dann brich bitte aus dieser eher aus.
00:37:17: Tut dir den gefallen?
00:37:19: Ja
00:37:22: Dann bist du ja selber der wichtigste in deinem Leben ne?
00:37:24: Ja absolut.
00:37:26: Also wirklich eine originale Aussage von einem Freund.
00:37:30: Es würde mir wehtun wenn ich sehe dass du diese Ehe weiterführst wenn sie dir nicht gut tut.
00:37:35: Ich glaube, das beschreibt ganz gut was es ist.
00:37:38: Und dann möchte man aber zusätzlich noch ... dass die anderen Leute, die drum herumstehen, applaudieren.
00:37:47: Also deswegen expressiver Individualismus.
00:37:50: Wir sind immer individualistisch.
00:37:52: Aber jetzt möchte man, dass jeder dem ganzen applaudiert.
00:37:56: Man kann sagen, dass es eigentlich in diesem System oder im Denken des höchsten Ziels des Menschen so sein ... inneres selbst irgendwie auszudrücken.
00:38:08: Expressiver außen und im Idealfall auch noch von jedem Applaus kriegt oder sogar einfordert?
00:38:14: Genau, genau!
00:38:16: Aber wenn ich der Leidtragende bin zum Beispiel bin ich der Ehepartner Und meine Ehepartnerin sagt ja Ich gehe jetzt weil ich fühle einfach da nichts mehr und das bringt mich nix es bittet mich nur dann kann ich doch nicht daneben stehen und klatschen.
00:38:33: Ich habe keine Antwort drauf.
00:38:35: Ja, es schneidet sich.
00:38:36: Ich glaube, dass das nicht passt ... Das widerspricht
00:38:38: sich ja!
00:38:40: Aber auch da Aussagen... Hab ich Aussagen gehört?
00:38:42: Die sagen ja aber wenn's in deinem Inneren so ist dann mach das.
00:38:46: Mhm.
00:38:47: Aber klar bringt das Leid.
00:38:49: Da hab' ich auch zugeguckt also manchen Ehepaar von den Freunden unserer Kinder hat sich getrennt aber ungefähr mit dieser Aussage.
00:38:59: Ich sehe keine Antwort dahinter würde meinen, dass es so die Denke ist.
00:39:11: Der dieser expressiven Individualismus ist quasi das mehr oder weniger das höchste Gut in der modernen Gesellschaft.
00:39:20: und dann ist es klar, dass viele Menschen das Gefühl haben wenn ich jetzt Christ werde dann muss sich ja irgendwie auf vieles verzichten.
00:39:28: Auf den Spaß, auf mein selbstbestimmtes Leben.
00:39:31: was ich fühle das bin ich das will ich sein dass will ich ausdrücken.
00:39:35: bei Gott verbietet mir das alles oder redet mir da rein oder will das bestimmen und so weiter.
00:39:41: wie begegnest du diesen Vorurteilen in deinen Gesprächen?
00:39:44: Oder kriegst du es gar nicht als Antwort?
00:39:48: Ich zitiere hier mal einen anderen, ich war letztes Jahr in Oxford.
00:39:51: Ich wollte auf so eine Apologetik-Schule gehen und da hat ein Redner von seiner Bekehrung erzählt und überspannend.
00:39:57: Seine Schwester gläubig, er nicht, sagt zu ihm komm doch mal zum Jugendtreffen, hier gibt es gute
00:40:04: Reden.".
00:40:04: Und der sagt, komme ich überhaupt nicht.
00:40:06: Dann kam die das nächste Mal zu ihm und sagt hey, da sind richtig gute Wipes!
00:40:11: Und dann kam er und bekehrte sich.
00:40:12: Das heißt sie hat eigentlich das Ganze umgedreht und gesagt guck mal auch der christliche Glaube hat etwas, was dir was gibt.
00:40:20: Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, dass wir den Spieß umdrehen und zeigen, dass der christliche Glaube ja genau deine Sehnsüchte anspricht, die man sonst nicht findet?
00:40:33: Wäre das ne Antwort drauf oder ... Ja
00:40:35: also es ist wie die Einladung erfolgt.
00:40:38: Also ich muss in der Sprache sprechen, die mein Gegenüber versteht.
00:40:41: Hier sind gute Vibes.
00:40:42: Das tut mir gut.
00:40:43: Also du lass mich mal darauf ein
00:40:45: Genau Und ich glaube, da ist ein starkes Argument auch zu zeigen, dass Dinge funktionieren.
00:40:50: Aber jetzt musst du mir mal sagen was ist an dem Evangelium ein guter Vibe wenn man konfrontiert wird damit?
00:40:56: Du bist verloren!
00:40:57: Du bist ein Sünder!
00:41:00: Du kannst niemals vor einem heiligen und gerechten Gott bestehen.
00:41:05: Da gibt's auch gar nix drauf einzubilden und in dir ist gar nichts Gutes.
00:41:08: Also ich übertreibe jetzt ein bisschen, aber im Grunde genommen ist es ja das was die Schrift sagt oder wenn sie zur Umkehr aufruft?
00:41:14: Das stimmt!
00:41:15: Aber Gott hilft einem kranken Menschen wieder zu gehen.
00:41:17: Es ist wiederum eine tolle Nachricht
00:41:19: Ja, aber... Ist es nicht ne Mogelpackung, wenn ich von guten Mipes rede?
00:41:24: Ich flog dich in die Falle.
00:41:27: Also, wir haben jetzt ja ... Ich sag mal seit zwanzig-zwanzig hat sich ein ganzer Schwung von jungen Leuten bekehrt.
00:41:32: Interessanterweise oft über Formate, Tiktok und so was.
00:41:36: Deswegen find ich super, was ihr
00:41:37: hier macht?
00:41:37: Hat sich erkehrt den Kontakt in die Gemeinde oder überhaupt, sagst du im westlichen Welt?
00:41:43: Nee,
00:41:44: nee,
00:41:45: zu uns in der Gemeinde gekommen sind.
00:41:46: Aber die haben sich erst einmal über so Internetformate bekehrts.
00:41:50: Und dann sind die zu uns nicht meingekommen.
00:41:52: Versteh ich es richtig, sie waren auf TikTok, YouTube irgendwo unterwegs, haben christlichen Content gesehen und haben angefangen darüber nachzudenken...
00:42:01: Haben sich sogar bekehrt?
00:42:01: ...und sie haben sich bekehrт.
00:42:03: Und irgendwann haben wir... Was war
00:42:04: das für ein Evangelium was Sie gehört haben?
00:42:06: Offensichtlich haben Sie etwas von dem Evangelium...?
00:42:11: Ja, Sie haben zum Beispiel den Nata Bubenza.
00:42:15: der machte glaube ich eine gute Sache.
00:42:18: über den sind einige zum Glauben gekommen Und der ist ja eigentlich ziemlich straight.
00:42:23: Also all das, was du gerade genannt hattest.
00:42:25: Aber ich wollte noch mal auf die Frage eingehen, die du erst hattst ... Die kommen jetzt in den Gemeinden und sagen, dass hier ein Paralleluniversum ist.
00:42:35: Das ist ein Begriff, der oft gefallen ist!
00:42:37: Ja?
00:42:38: Weil man kommt in dieses Gebäude rein und da ist einfach eine andere Welt.
00:42:42: Und die Menschen sind freundlich.
00:42:45: Man hat ein gutes Anliegen für die Leute.
00:42:47: so ne Ohrase.
00:42:48: Total.
00:42:49: Und ich glaube, dass das der positive Aspekt ist.
00:42:52: Das ist nicht gelogen!
00:42:53: Das Evangelium hat halt die zwei Seiten.
00:42:56: aber warum kann ich nicht zeigen, dass es diese gute Seite gibt?
00:42:59: Mein Eindruck ist, dass Jesus das genauso macht denn sowohl in Marcus Evangelium als auch in Lukas ist es so, dass er in der ersten Hälfte total freundlich ist und dann erst diese harten Dinge nennt
00:43:10: Aber auch gegen wen also wem gegenüber?
00:43:12: vor allen Dingen religiösen
00:43:14: ja okay aber auch Ich glaube auch Als es beginnt relativ positiv
00:43:18: Ja das stimmt Aber dann kommt Widerstand und ist relativ klar.
00:43:21: Ja, ja ... aber könnte man nicht trotzdem diese positiven Dinge hervorheben?
00:43:26: Absolut!
00:43:27: Wenn eine Gemeinde einladend ist und die sehen, dass man sich umeinander kümmert und Leute aus kaputten Familien bei uns zu Hause sein können und sagen, das fühlt sich gut an.
00:43:37: Das
00:43:37: ist so gut, weil es so anzieht.
00:43:39: Offensichtlich, ne?
00:43:42: In meiner Lebenswelt, das sagen wir auch immer... vier Interesse haben an der Lebenswelt des Gegenübers, aber auch in die eigenen Lebenswelt hineinschauen lassen.
00:43:52: Die du hast?
00:43:52: In deiner Familie.
00:43:53: Wo findet man denn bitte schön noch so eine christliche Familie mit Werten und Kindern, die erzogen werden, wo wir sagen, das ist ja irgendwie ne ganz andere Atmosphäre hier.
00:44:05: Wir
00:44:05: hatten zwar schon einen, ich kann den Namen durchnennen Raphael Und der ist aufs Camp gekommen.
00:44:12: Sein Bruder hatte sich schon bekehrt, er hat sich über TikTok bekehrт und dann hatte er auch Interesse, weil sein Bruder sich verändert hatte... ...und dann habe ich auf dem Camp einfach länger mit ihm gesprochen aber in meinen Augen nichts besonderes!
00:44:23: Und der hat das hinterher so hervorgehoben, der hat gesagt, da ist einer, der einfach Zeit mit mir verbracht hat und auf mich gehört hat und der sich für eine Gesprächzeit genommen hat.
00:44:32: Der ist ganz viel bei uns zu Hause gewesen und wollte oft nicht weg, weil er sagt Dass es einfach eine heile Familie ist und dass das mega anziehen für die jungen Leute.
00:44:49: Jetzt muss ich mich gerade ein bisschen sortieren?
00:44:53: Ja, genau!
00:44:56: Ich weiß nicht ob dir das auch begegnet.
00:44:58: mir gebeten ist schon manches Mal, dass Leute mir sagen ja das mag für dich wahr sein aber für mich nicht.
00:45:06: also Wir haben schon drüber gesprochen, so das Gefühl als höchste Autorität.
00:45:10: Das tut mir gut!
00:45:11: Das ist wahr weil ich es fühle und das tut mir nicht gut.
00:45:14: und dass es auch nicht war in Anführungsstrichen weil sich nicht gut anfühlt.
00:45:19: aber wie gehst du in den Gesprächen damit um wenn jemand das Evangelium einfach als deine Wahrheit ab?
00:45:24: Du okay das ist das was du glaubst mit mir das nix zu tun.
00:45:29: Ich will ehrlich sein ich weiß es nicht.
00:45:32: Du weißt nicht, ob ... Ich hab da noch
00:45:34: keinen.
00:45:35: Doch ist mir oft begegnet.
00:45:37: Ich hab zum Beispiel mal eine Taufe und ich wollte einfach einen Anknüpfungspunkt zu einem Kumpel.
00:45:42: und dann sag ich, guck mal was wir heute hatten?
00:45:44: Wir wohnen an Rhein- und Moseln und das war direkt vor der Haustür und hab ich's gezeigt.
00:45:48: Dann sagt er schön, dass der Glaube ihm hilft.
00:45:53: Das war genau diese Aussage aber es ist schön für ihn, ich brauch das nicht!
00:45:57: Und dann steh ich bis jetzt ehrlich gesagt irgendwie doof
00:46:00: da.
00:46:00: Ist eine Sackkasse?
00:46:01: Ich weiß nicht, wie ich den begegnen soll.
00:46:04: Ich bin auch ehrlich gesagt kein ... von der Gabe her keinen Begabt der Evangelist.
00:46:07: Ich sag jetzt nicht, dass ich alle Antworten hätte.
00:46:10: Das stehe ich doof dar.
00:46:12: Mhm.
00:46:13: Okay.
00:46:13: Wie ist das also Thema?
00:46:15: Homosexualität, Transgenderismus und so weiter findet ... ist ganz normal geworden in unserer Gesellschaft heute?
00:46:25: Wie redest du mit jemandem über das Evangelium, der quasi sagt ja ich weiß nicht aber die Kirche akzeptiert mich nicht so wie ich bin.
00:46:35: Also ist das nichts für mich?
00:46:39: Erstmal habe ich angefangen wieder Literatur zu lesen.
00:46:43: es gibt's von vom Fontesverlag so ein Buch mit dem mit der Flagge drauf.
00:46:48: Ich hab den Titel vergessen.
00:46:57: Das fand
00:46:58: ich sehr hilfreich.
00:46:59: Ja, und das hilft mir erst mal überhaupt
00:47:01: ... Bennet!
00:47:02: Genau, ich glaub David Bennet.
00:47:05: Das hilft mir erst mal zu verstehen, wie jemand fühlt.
00:47:09: Ich hab dieses Gefühl nicht, deswegen muss ich mich in den Kopf hineinversetzen?
00:47:13: Der ... also für euch zum Verstehen ist ein Buch eine Autobiografie über jemanden der ... der Homosexualität einfach ausgelebt hat, der homosexuell denkt und das auch ausgelebte und der zum Glauben gekommen ist an Christus, ne?
00:47:26: Und er sagt von sich, ich bin Christ schwul
00:47:29: enthaltsam."
00:47:29: So dass es so seine Aussage ... Und solche Dinge helfen mir erst mal, auch einige andere Bücher.
00:47:37: Dann denke ich, dass sich den Menschen Ehre geben sollte.
00:47:41: Ich denk an diesen Pferd als Erste Petrus II ... erweist allen Menschen Achtung!
00:47:48: Wenn ich das mache, dann hab' ich zumindest schon mal einen ersten Anknüpfungspunkt.
00:47:55: Aber auch da stehen wir ziemlich am Anfang.
00:47:59: Es gab durchaus hier und da Berührungspunkte Aber es ist noch nicht so, dass die Personen konkret gefragt hätten, was das Evangel im Aufsicht hat.
00:48:09: Demnächst kommt jemand bei uns in eine Gemeinde oder auf Geburtstagen und sowas.
00:48:14: gab's das schon?
00:48:15: Ich persönlich hab jetzt keine Freunde, die homosexuell sind.
00:48:19: Das hat sich bis jetzt nicht ergeben.
00:48:21: Und deswegen würde ich erst mal versuchen ... Oder versuchen wir das.
00:48:25: im Gespräch als Gemeinde haben wir gesagt, lasst uns diese Leute ehren Und wenn sie dann nach Gott fragen, werden wir nicht direkt mit der Keule kommen.
00:48:37: Sondern erst mal von einem liebenen Gott erzählen.
00:48:39: und auch da bin ich noch überfragt.
00:48:42: Ich stehe zu mir am Anfang.
00:48:43: Okay danke es ist ehrlich.
00:48:45: aber was meinst du mit Ehre geben?
00:48:47: Also das hört sich jetzt irgendwie... Jetzt nicht so normal ein Sprachgebrauch.
00:48:52: also ich kann mir eine Ahnung was du damit mit meins oder ausdrücken willst.
00:48:56: Also dass du ihn respektierst wie er ist.
00:48:59: Genau
00:49:00: Okay.
00:49:01: Ja, weil man manchmal einfach so verächtlich Leute behandeln kann die einen anderen Lebensziel haben allein der Blick wäre blöd oder dass man mit den Leuten nicht redet und so weiter.
00:49:10: ich war jetzt am Freitag auf einer Geburtstagsfeuer.
00:49:12: dann kam eine Frau ein.
00:49:14: also war ne Frau mit bei wohnt auch bei mir da näher ist homosexuell Und du merkst sofort wie ... Die hat einfach Angst!
00:49:23: Ich würde meinen das dass da die Angst zu spüren ist.
00:49:27: Ich weiß nicht, wo es herkommt.
00:49:28: Ich vermute damit zu tun hat, dass man viel Ablehnung erfahren hat und ich glaube das wäre für uns als Christen gut diesen Menschen zu begegnen.
00:49:37: aber sonst wie gesagt steht er leider auch erst am Anfang.
00:49:41: Christopher Juan hatte ein tolles Buch dazu geschrieben.
00:49:44: Woher heiliges Sexualität heißt das?
00:49:47: Woher auch sagt, wie man damit umzugehen hat.
00:49:50: Und die Schwierigkeit wird immer sein Identität die Frage der Identität richtig anzugehen.
00:49:56: Weil wenn ich sage, dass es Sünde fühlen sich ja in ihrer kompletten Identität total angegriffen.
00:50:01: Ja weil sie das ausmacht wie sie fühlen.
00:50:05: Das ist ihre Identität und wenn du das in Frage stellst dann stellst du sie in Frage.
00:50:10: Genau.
00:50:10: Jetzt muss man auch verstehen auch als Christus kann das verstehen.
00:50:14: Wir sagen einfach hier das ist Sünde, das ist falsch und dann kann man das auch so sagen aber damit lehnt man die Person komplett ab.
00:50:21: Ja,
00:50:21: mit so uns.
00:50:21: eine Gemeinde wollte meine Transperson kommen und ich war dann in der Kontakt Und dann hatte ich einfach vorgeschlagen dass wir zusammen in einer Bibel lesen.
00:50:28: also mein Frau und und ich und die Person und Ich weiß aber nicht ob ich da einen Fehler begangen habe Mit aller Freundlichkeit und Zuneigung versucht ihr zu begegnen.
00:50:41: Aber sie hat dann später einer dritten Person rückgemeldet, dass ich abweisend wäre?
00:50:45: Ich wüsste aber nicht wobei!
00:50:48: Ich hätte gedacht, dass sich mit aller Freundigkeit da gewesen wäre... ...aber das ist bis jetzt meine Erfahrung.
00:50:53: viel mehr habe ich noch nicht.
00:50:59: Das ist ein Kampf.
00:51:00: Bei all dem stehen wir irgendwie da und denken, wir müssen in dieser Welt begegnen.
00:51:03: Aber ich denke immer mein Part bei uns in der Gemeinde ist diese Dinge zu durchdenken... ...und versuche mit den Leuten darüber zu sprechen.
00:51:11: aber auch hier stehe ich relativ am Anfang.
00:51:18: man in fremde neue welt stellt auch die tese auf dass es heutzutage bei der erziehung weniger darum geht irgendwie junge menschen zu formen als sie in ihrem expressiven individualistischen entwicklung ihr zu bestärken.
00:51:30: so das arbeitet ja heraus.
00:51:33: wie du bist selber papa hast vier kinder bis da mitten im alltag auch in der erziehungen diese noch nicht abgeschlossen glaube ich in origine sind nicht so groß doch
00:51:41: neunzehn ist zwölf.
00:51:42: Okay, also mit zwölf sagst du Erziehung abgeschlossen.
00:51:46: Kann man nix
00:51:46: machen?
00:51:48: Ist eh zu spät!
00:51:49: Nee, aber das Wichtigste passiert natürlich in den ersten Jahren eines Kindes ist es schon klar.
00:51:54: Ja, was gibst Du selber Eltern auch als Ältester der Gemeinde?
00:51:58: Du sagst selber, du denkst viele Themen und lehrst dann die Geschwister darüber... Was gibst du Eltern mit, die ihre Kinder im Glauben erzielen wollen, aber merken dass Schule, das Freunde, das Gesellschaft in eine ganz andere Richtung
00:52:11: ziehen?!
00:52:18: Ich sag mal so, unsere Kinder haben selber gemerkt das Erziehung hilft.
00:52:22: Die haben sich natürlich gewährt wir haben schon eine gewisse Stringe an den Tag gelegt aber immer versucht eine Leitlinie zu geben aber auch ne Beziehung zu haben sodass diese zwei Aspekte drin waren.
00:52:36: und relativ früh kamen bei unseren Kindern die Rückmeldungen dass sie sagen eigentlich ist es gut.
00:52:40: ich bin froh dass ich diese Dinge gelernt habe Und das wäre jetzt ein Ding, was sich auch den Eltern mitgeben würde.
00:52:46: Dass man durchaus einem Kind zeigt in welche Richtung es geht und hier vielleicht einen ... Ich sag mal Kabraspruch aus den Sprüchen lautet die Route der Zucht.
00:53:00: Das ist schwierig in unseren Tagen aber sie wird die Torheit aus dem Kind austreiben.
00:53:08: heute würdest du sagen beeindruckst durch Rousseau vor allem Du darfst auf keinen Fall an dem Kind was tun, denn das Kind muss einfach das, was in ihm angelegt ist nach außen bringen.
00:53:19: Und diese zwei Dinge stelle ich gegenüber und zeig dann, dass Kinder tatsächlich glücklich werden wenn die einen Richtschnur haben, an der sie sich orientieren können?
00:53:29: Ich würde es an meinen Kindern sehen!
00:53:31: Ich glaube, dass sie sich gut entwickeln.
00:53:33: Wenn das jetzt nicht der Fall wäre hätte ich jetzt Schwierigkeiten im Interview.
00:53:39: Dazu kann ich nichts sagen.
00:53:41: Nee, aber ist gut!
00:53:41: Ich erlebe das ja genau so auch.
00:53:44: Auch dieser Gerät-Zielspieler, dass meine Erwachsenen mittlerweile sagen, ich bin voll dankbar dafür für die Klarheit und die Strenge, aber auch für die Liebe und dass es irgendwie im Gleichgewicht war.
00:53:55: Und sie einfach gemerkt haben, meine Eltern meinen sehr, sehr gut mit mir.
00:53:59: Das ist grundsätzlich von Liebe getragen, auch wenn's manchmal wirklich krasse Konsequenzen waren fürs Hien.
00:54:05: Und
00:54:07: im Grunde genommen ist das auch wirklich liebevoll, als wenn man ein Kind einfach machen lässt.
00:54:12: Das ist nicht Liebe.
00:54:13: Total.
00:54:14: Es gibt in einem MF-Wersterbrief zwei Ferse an denen ich mich orientiere.
00:54:19: Das sind Kapitel eins.
00:54:21: Da steht gepriesen sei der Gott und Vater
00:54:24: usw.,
00:54:25: der uns gesegend hat mit jedem geistlichen Segen.
00:54:27: Dann werden zwei Dinge vom Vater genannt.
00:54:29: Das erste ist er will uns!
00:54:33: Und das Zweite ist, er will, dass wir heilig und tadellos leben.
00:54:36: Jetzt angewandt auf Erziehung heißt es mein Kind muss merken, dass ich das Kind will und dass ich's liebe und dass sich total glücklich bin das zu haben.
00:54:44: Aber gleichzeitig möchte ich doch als guter Vater dass ein kind sich gut entwickelt und dass Ich dem deswegen auch einen Richtschnur zeige.
00:54:50: so und diese zwei Polen wiederum helfen mir irgendwo dazwischen zu sein.
00:54:55: Das Kind muss wissen, ich will das und liebe das.
00:54:57: Ich will, dass es dem Kind gut geht.
00:54:59: Aber auch, dass sich gut entwickelt.
00:55:01: Das ist eine.
00:55:02: Und später in Kapitel sechs, wo's um Erziehung geht, heißt es, dass zwei Dinge da sein müssen.
00:55:08: Einmal im griechischen Nothesia hat mit unserem Verstand zu tun ... Ich muss dem Kind beibringen vom Verstand her, dass die Dinge gut sind.
00:55:18: Und das zweite ist pädagogisch und kommt leider von dem Begriff geschlagen werden.
00:55:23: Aber wenn wir es vernünftig an uns sagen, das Kind muss die Dinge checken?
00:55:27: Das Kind wird durchaus auch mal eine Strafe bekommen, wenn nichts dementsprechend geht!
00:55:32: Wieder möchte ich in der Spur zwischen diesen zwei Dingen sein.
00:55:35: Checkt das Kind das nicht und hat nur Angst vor mir, wär's schwierig.
00:55:38: Aber ich kann nicht auch immer nur erklären unterwegs sein.
00:55:41: Und diese zwei Bibelstellen helfen mir sehr in der Kindererziehung und das vermittel' ich auch, in der Gemeinde.
00:55:46: Cool!
00:55:47: Ja an euch die Frage was war so dein letztes Aha-Erlebnis in deiner Alltagsmission unterwegs?
00:55:55: Schreib gerne an machbarat heukierbach.org und erzähl uns davon.
00:56:00: Wenn du das machst dann bist du gleichzeitig dabei hier ein Buch von zu bekommen... ...zu gewinnen.
00:56:08: Ja, eins der drei Exemplare über Jesus reden ohne komisch zu wirken.
00:56:12: Wir haben drüber gesprochen gibt es dann bei uns kostenfrei zugeschickt.
00:56:16: also schick einfach eine mail an machbar at heukerbach.org und berichte in der mail einfach was dein letztes aher erlebnis in deiner alltagsmission war.
00:56:28: Victor, wir haben eben schon zu Anfang hast du es ein bisschen angeschnitten auch so deine Gemeindeverfahrung.
00:56:33: Da würde ich gerne noch in dem letzten Part drauf eingehen was das heiße anziehende Gemeinde zu werden.
00:56:41: Du hast mir erzählt dass sich in eurer Gemeinde letzter Zeit eher junge Menschen aus Migrationshintergrund zum Glauben gekommen sind...
00:56:49: Aber auch Deutsche!
00:56:50: Auch Deutsche okay Ohne euer Zutun manchmal über TikTok, Social Media und so weiter.
00:56:59: Wie ist eure Gemeinde dadurch geworden?
00:57:01: Wer sitzt da am Sonntagmorgen im Gottesdienst?
00:57:04: Wir sind eine total junge Gemeinde.
00:57:06: Meine Schwiegermutter ist jetzt dazugezogen, das heißt wir haben eine Person über siebzig und dann sind zwanzig Jahre nix.
00:57:12: Dann gibt's ein paar Anfang-Mitte-Fünfzig aber auch wenige ... Und dann komm ich schon mit dreiundvierzig.
00:57:21: Und der Großteil ist um die zwanzig, fünf-zwanzig Jahre oder junger.
00:57:25: Also es ist tatsächlich eine sehr junge Gemeinde und ... Ich habe den Eindruck, dass in der westlichen Welt eine stille Erweckung passiert.
00:57:34: Ich bin nicht der Einzige, der das sagt.
00:57:36: Es gibt Social-Studien aus England, die sagen, dass es A Quiet Revival gibt?
00:57:41: Das kann man zum Beispiel an den Verkaufszahlen der Bibel ablesen.
00:57:46: Dass sie hochgegangen sind.
00:57:47: Also es explodiert nicht.
00:57:48: aber da passiert was und es scheint grundsätzlich die jungen Leute grade danach fragen ... Wo finden wir Antworten?
00:57:58: Aber ja... Ich glaube, dass in diesem Zuge auch einige Leute sich ... In Koblenz haben sie eben so bekehrt.
00:58:10: Und da es nicht so viele gemeinten Koblenze gibt und unsere Gemeinde einfach christliche Gemeine Koblenzen heißt, stehen wir oben auf der Internetseite ganz oben?
00:58:20: Bei Google!
00:58:22: Die googeln christlichen Gemeinden und dann kommen sofort wir.
00:58:25: Und dann entstehen ja aber auch Kontakte, die kennen sich durch die Schule und dadurch ist seit ... oder einiges passiert.
00:58:34: Dass doch in ganzer Schwung von jungen Leuten, die nicht aus dem christlichen Kontext waren, zugemeine gestoßen sind.
00:58:42: Jetzt hab ich die Frage vergessen.
00:58:45: Nee, ganz einfach war schon ganz gut beantwortet wie ... Wie sieht da eure Gemeinde heute aus?
00:58:51: Du hast gesagt ein bisschen was zum Alter und wie sie zusammengesetzt ist.
00:58:55: Wer sitzt da am Sonntagmorgen im Gottesdienst?
00:58:57: Also viele junge Leute, viele Leute die dazugekommen sind gar nicht so sehr durch euer Zutun dass man euch bei Google gefunden hat das sie vorher schon über christlichen Content auf Social Media zum Glauben gekommen sind oder zumindest interessiert sind um sich dann für eure Gemeinden über google gefunden reingekommen sind.
00:59:14: einfach okay.
00:59:18: Man hat natürlich irgendwann einen Beitrag geleistet.
00:59:20: Ich hatte von dem Raffael erzählt, aber er ist dann letztlich über seinen Bruder gekommen und war noch nicht gläubig.
00:59:25: Und dann haben wir auf den letzten Schritten geholfen.
00:59:29: So ist das dann öfters gelaufen.
00:59:32: Ist ja interessant auch zu sehen also diese stille Erweckung.
00:59:38: gerade in England ist es auch so dass junge Leute einfach hin die Kirche kommen?
00:59:43: Auf weltdeh ist ein Bericht, dass die jungen Leute in die Kirchen gehen.
00:59:46: Jetzt hab ich's aus Frankreich, Paris gehört.
00:59:48: Eine Gemeinde wo lange nix passiert ist.
00:59:50: jetzt sagen die plötzlich sind die jungen Leute da und das macht mich total hoffnungsvoll.
00:59:55: Hoffenungsvoll ja.
00:59:56: Ja, ist schön.
00:59:58: Victor auf eurem Webseite steht ein interessanter Satz Die Bibel isst für uns die Grundlage auf der wir unseren Glauben gründen.
01:00:05: Deshalb finden findet nur ein kleiner Teil des Gemeindelebens am Sonntag statt.
01:00:11: Das klingt interessant.
01:00:12: Was meinst du damit?
01:00:13: Wie hängt das für euch zusammen, also wir sind wortzentriert sage ich mal auf der einen Seite.
01:00:21: aber nur ein kleiner Teil des Gemeindelebens findet am Sonntag statt.
01:00:25: Ja Wir wollen eine Familie sein und deswegen haben wir uns gesagt es gibt erstmal zwei große Veranstaltungen den sonntags Gottesdienst wo alle zusammen sind Ich glaube dass wir ungefähr so Hundert Leute momentan sind die jetzt zum Gottesdiens kommen Und dann gibt es am Donnerstag Kleingruppen, wo wir versuchen als Familie zu leben.
01:00:47: Da sollen Beziehungen, Freundschaften usw.
01:00:50: entstehen und dann hoffen wir da wir weniggläubigen Koblenz sind dass man sich auch untereinander mag und eine Stütze fündender ist.
01:01:00: Das ist so die Idee dahinter weil wir glauben das unsere Kinder sowieso fast nur von unglaublichen Freunden umgeben sind.
01:01:08: Keins meiner Kinder hatten zwei Gläubigen in der Klasse, kein einziges!
01:01:12: Also das ist Koblenz und deswegen glauben wir dass wir denen Stütze sein müssen durch Freundschaften, Geburtstagsfeiern usw.
01:01:22: Wie lebt ihr das außerhalb der Gottesdienst beziehungsweise dieser einen Veranstaltung in der Woche?
01:01:29: Hat man da Berührungspunkte?
01:01:32: Ja den Hauskreis eben
01:01:33: Ja, den Hauskreis, den meine ich ja.
01:01:35: Aber außerhalb von diesen beiden Veranstaltungen, Sonntags und der Hauskreise.
01:01:39: Ja gut jetzt seit kurzem haben wir dann auch noch einen Jugendtreff?
01:01:43: Also es ist immer so organisierte Treffen oder passiert auch was dazwischen an Gemeinschaft das man sich aneinander besucht, dass man Zeit miteinander verbringt.
01:01:52: Aber das entsteht, dass ich ... Das kannst du schlecht
01:01:54: analysieren.
01:01:56: Aber wir hoffen natürlich, dass Freundschaften entstehen.
01:01:58: Es hat auch irgendwie gedauert.
01:02:01: Aber mittlerweile würde ich sagen, dass da schon gute Freundschaft wachsen.
01:02:06: Man kann eine Freundschaft nicht in einem halben Jahr zwingen oder so, aber es passiert mehr und mehr.
01:02:11: Wir hoffen und unterstützen ein bisschen, dass mehr passiert.
01:02:17: Und wie motiviert ihr da einander?
01:02:18: Auch außerhalb der Gemeindeveranstaltungen?
01:02:21: Gemeinschaft zu haben.
01:02:22: Mein Mitelter sagt das regelmäßig,
01:02:26: so appellorientiert.
01:02:27: Nee, aber ihr lebt es
01:02:29: auch vor?
01:02:29: Oder zum Beispiel die als Familie machen Kaminarbene ... Und dann laden die dazu ein, wo man einfach Spiele spielt und zusammen ist.
01:02:37: Meine Frau und ich versuchen regelmäßig... Also wir laden regelmäßig Leute ein, dass so der ganze Tisch voll ist und man miteinander isst oder haben oft Leute bei uns zu Hause.
01:02:48: in diesem Sinne wollen wir Vorbilder sein.
01:02:50: Mein Mitarbeiter wie gesagt der appelliert öfters an diesen Punkt und ich glaube das das da noch gesehen wird Weil wir früher gesagt haben, wir wollen einfach nur Erfangliste schon unterwegs sein.
01:03:01: Aber die Gemeinschaft untereinander war relativ schwach über Jahre würde ich sagen.
01:03:06: aber die Leute, die dazu kommen suchen Gemeinsicht und deswegen wäre es gut wenn's eine starke Gemeinschäft gäbe.
01:03:13: Ich glaube im Vorgespräch war es, wo wir uns schon mal getroffen haben oder geschrieben haben das so gesagt.
01:03:20: Wir als Gemeinde wollen Gottesdienst gestalten in denen es eine vollmächtige Rede gibt und Gottes Gegenwart spürbar ist Eine Tür zum Transcendenten öffnen, man wird Teil von etwas größer und kann so Gott erleben.
01:03:36: Wie gelingt euch das konkret?
01:03:38: Ja also vielleicht erst mal der theoretische Vorbau ... Mein Kumpel war jetzt gerade auf einem Dortmundspiel, Dortmund Bayern.
01:03:46: Und er sagt als Dortmund das Zwei-Zwei geschossen hat kurz vor Ende dann hat er die Tränen im Stadion gerochen.
01:03:52: Das war pure Anbetung Der Zweiundzwanzig Hohenpriester, die da unten rum springen.
01:03:59: Aber im Grunde genommen sehnt sich der Mensch zu tiefst nach dieser Erfahrung.
01:04:04: Wir verschmelzen gemeinsam und werden Teil von etwas größerem, eigentlich ist das nur transcendent erklärbar.
01:04:10: Ich kann mir nichts anderes vorstellen.
01:04:13: Wenn wir jetzt tatsächlich den wahren Gott anbeten in einer Gemeinschaft, die Gutes, guter Gesang ... Wir wollen, dass es ein guter, kräftiger Gesang ist!
01:04:22: Und dann sind alle ... Mit dabei.
01:04:24: Wir wollen, dass die Rede alle mitnimmt und es verständlich ist!
01:04:29: Und das dann die Gemeinde hinterher laut sagen kann, Amen, amen!
01:04:34: Dadurch ist so ein erstes Gefühl dafür da hier ist Gott oder hier ist zumindest irgendwas Größeres da?
01:04:41: Das hätte ich früher auch nicht beachtet.
01:04:43: Ich hatte gedacht Gottesdienst für die Gemeinden oder so... ...und ansonsten Evangelisation ist draußen.
01:04:49: Aber wie gesagt einige Rückmeldungen kamen und sagten Heute hab ich was Besonderes gespürt.
01:04:54: Gestern noch nach dem Gottesdienst kamen Besucher, aber der ist schon gläubig und sagte, Gott ist mir heute
01:04:59: begegnet.".
01:05:00: Das weiß ich auch!
01:05:02: Aber wenn man einen guten Redner hat, der verständlich reden kann, das ist eine Hilfe.
01:05:07: Wenn der Gesang und die Musik gut ist mit vernünftigen Liedern ... Dann ist mein Eindruck, dass es eine Hilfe ist um Menschen ne Begegnung mit Gott zu verschaffen.
01:05:23: Ich würd das nicht mehr beiseite tun!
01:05:25: Ich hab gelesen, die Protestanten haben keine gute Theologie des Feiernes.
01:05:30: Und ... Das seh ich so?
01:05:32: Ähm, ich merke nicht, dass feiern irgendwie einen großen Raumeinnehmen.
01:05:39: Aber wir versuchen jetzt seit ein paar Jahren einfach Weihnachten gut zu feiern, dass's schön ist, aber dass man auch Gott begegnet.
01:05:47: Wir nutzen immer den ... Ernt Dankfest.
01:05:53: Oder Ostern, das sind so die drei großen Dinge, die wir bei uns in der Gemeinde machen und das soll gut gemacht sein.
01:06:01: Aber natürlich auch ehrlich, dass es nicht künstlich wird, man kann auf zwei Seiten runterfallen.
01:06:06: Ich glaub, dass man darin Gott begegnen kann.
01:06:07: ja.
01:06:08: Was meinst du?
01:06:09: eine Theologie des Feiern?
01:06:10: Also ist ... Was heißt das praktisch?
01:06:13: Du hast jetzt anhand von drei Veranstaltungen, dass es schön ist.
01:06:18: Aber was feiern?
01:06:22: wie muss ich mir das vorstellen?
01:06:24: Wir Menschen wünschen uns, glaube ich, ein Miteinander verschmelzen.
01:06:29: Wenn du aber einfach nur eine trockene Predigt hörst, dann siehst du nur so ein paar Glatzen, wie wir die jetzt hätten und dann gehst du nach Hause!
01:06:37: Das ist kein Miteinander verschmelzend.
01:06:41: Wenn wir zusammenkommen und zum Beispiel wie gesagt eine Rede haben, die uns berührt.
01:06:48: Ratio und Gefühl das wäre so ein erstes Ding.
01:06:52: wenn das ganze dann zb auch körperlich wird.
01:06:55: beim ernte dankfest Haben wir einen apfel oder irgendwas in der hand.
01:06:59: Wir haben körperlich spürbare Dinge.
01:07:01: Und wir merken, Gott ist nicht nur für meinen Verstand da sondern er hat die Früchte gemacht und es riecht gut und das sieht gut aus!
01:07:10: Es berührt mich als ganzen Menschen.
01:07:12: dann ist das mehr als nur eine Aussage von richtig und falsch wie man das vielleicht in einer trockenen Predigt hätte Sondern es berührt einen komplett als ganze Menschen also körperlos emotional rational auch die ganze Gruppe.
01:07:31: Ist das eine Antwort?
01:07:31: Absolut.
01:07:32: Ich kann es jetzt besser verstehen und ich stelle auch fest, aus Gemeindekontexten wo wir beide so herkommen ... Du hast mehr den Aussiedler-Hintergrund, ich mehr dem Brüdergemeinlichen Hintergrund.
01:07:46: Wir haben's beide so gelernt wie wir's gelernt haben beim TMG auch.
01:07:50: Wir sind schon sehr kognitiv unterwegs oder da fehlt oft das Emotionale.
01:07:54: Mein Sohnemann als er noch klein war sagte irgendwann Papa Das beste Gebäude auf der ganzen Welt ist unser Gemeinderaum.
01:08:01: Und natürlich mein Herz ging da auf, die hatte super, aber nicht wegen der Predigt.
01:08:06: Sondern weil wir früher jeden zweiten Sonntag gegessen hatten.
01:08:10: Jeder hat was mitgebracht.
01:08:11: Die Kinder laufen quer Beet durcheinander, haben Spaß miteinander, essen Zuckerwürfel ... Da haben wir es später mit gekriegt.
01:08:18: Aber hatten einfach eine richtig gute Zeit!
01:08:22: Beim Singen haben die Kinder mitgemacht.
01:08:26: Und all das hat einfach dazu geführt, dass er sagte ich spüre da was und noch nicht wegen einer guten Geschichte oder sowas.
01:08:33: Das kam dann später aber er hat gefühlt das, was hier ist.
01:08:38: Das ist irgendwie ein heiliger Moment.
01:08:40: Irgendwie sowas in diese Richtung meine ich.
01:08:42: Ich kann das nicht ganz sauber beschreiben.
01:08:45: Macht ihr das heute nicht mehr?
01:08:47: Heute nur noch einmal Monat.
01:08:48: Ist eigentlich schade aber klar es kann auch abnutzen wenn du's zu oft machst.
01:08:53: Es ist auch anstrengend so einen Tag aber auch schön.
01:08:56: Find ich auch.
01:08:57: Wir versuchen das auch einmal
01:08:58: im Monat.
01:09:00: Ja, Victor du hast ein faszinierendes Denkmodell aus Markus I beschrieben.
01:09:06: Jesus begegnet Menschen je nachdem wo sie gerade stehen ob jemand Gott nicht will oder nicht zu ihm kommen kann oder sich fragt ob er überhaupt einen Gott will oder ob Gott ihn wirklich retten kann.
01:09:19: wie hilft dir dieses Modell menschen dort abzuholen wo Sie wirklich sind?
01:09:24: Also in Markus I, ich glaub ab vers Sechzehn beruft Jesus vier Jünger und will ihn beibringen Menschenfischer zu sein.
01:09:33: Und dann folgen vier Geschichten ... In der ersten Geschichte ist einer besessen vom Dämonen und er will Jesus nicht hören!
01:09:41: Da ist es eben diese vollmächtige Lehre.
01:09:46: Dann gibt's aber Menschen die einfach nicht können.
01:09:48: Kranke Menschen, denen das nicht gut geht.
01:09:51: Da ist zum Beispiel die Schwiegermutter und auch von Petrus, viele andere Leute.
01:09:55: Und Jesus geht hin ... und hilft den praktisch.
01:10:00: Das heißt, wenn jemand da ist, dem es praktisch nicht gut geht, dann gehen wir hin und helfen oder ... Wir beten für diese Person.
01:10:08: Ich hatte das Beispiel mit dem Gebet von genannt, aber auch praktische Hilfe.
01:10:12: Wenn jemand denkt, ich kann nicht zu Gott kommen oder es geht mir schlecht, ich bin schwach, sind wir in diesem Sinne da?
01:10:19: Die dritte Geschichte hat damit zu tun, dass jemand sagt Gott will mich gar nicht.
01:10:22: Das ist eine Geschichte von einem Aussetzigen.
01:10:25: Er muss immer schreien unreihen, das heißt er durfte nicht in Tempel zu Gott.
01:10:30: andere Menschen durften zu ihm keinen Kontakt haben und er selber hat sich auch vor sich selbst geäkelt.
01:10:34: eigentlich ein guter gutes Bild für Sünde.
01:10:37: Und die große Frage bei diesen menschen wird sein liebt mich überhaupt irgendjemand?
01:10:41: Deswegen fragt der jesus wenn du kannst Reinigst du mich bitte?
01:10:48: Ähm, er barmt.
01:10:51: Also ... Er bekommt Gefühle für ihn und erfasst den Aussätzigen an.
01:10:58: Und das hilft mir, wenn Leute ausgestoßene sind, dass ich sage, sie brauchen nichts mehr als einfach in den Arm genommen werden.
01:11:06: Dass ich für Sie da bin, dass sich Sie lieb hab'.
01:11:09: Die vierte Geschichte ist die Frage kann Jesus überhaupt Sünde vergeben?
01:11:13: Das ist die Geschichte mit dem Gelehnten der von Viren durch ... durch die Decke gehoben wird.
01:11:18: und die Frage, ob Jesus vergeben kann oder nicht.
01:11:21: Wird daran sichtbar?
01:11:22: Ob Jesus das Leben verändern kann Und dass kann ich Menschen aber nur vorleben.
01:11:29: Also manche sagen warum ist dein Glaube besser?
01:11:32: und ich sage guck mal in das leben von Gläubigen, die sich verändert haben.
01:11:37: Da hab ich einen Vorteil, weil ich viel mit Drogenleuten ... also viel mit gefährdeten Hilfen zu tun hatte durch meine Schwester und Freunde usw.
01:11:45: Und da habe ich gesehen wie Gott Menschen verändert hat.
01:11:49: Wenn die Frage aufkommt kann Jesus Sünden vergeben?
01:11:51: Dann zeige ich auf diese ehemaligen Drogenabhängigen und sagen guck mal er kann denn er hat das ganze Leben verändert.
01:11:57: Mhm.
01:12:00: Schön cool ja sehr gut erklärt Victor, eine Frage die mir eben noch kam ist.
01:12:06: Wir haben es so gelernt beim TMG, du hast das auch schon ausgedrückt.
01:12:10: Laht doch die Leute ein um mit denen zusammen Bibel zu lesen und die Gemeinde is eher für die Christen zur Belehrung usw.
01:12:20: Jetzt macht ihr das anders?
01:12:22: Ihr habt ne offene Gemeinde... Gezwungen!
01:12:24: ...gezwungen normalerweise, ihr feiert zusammen
01:12:26: usw.,
01:12:27: Menschen fühlen sich wohlkommen an.
01:12:32: Wie machst du das mit der Belehrung?
01:12:35: Also wie redest Du so, dass sowohl von Interessierten als auch von Christen verstanden wird und ankommt.
01:12:43: Und zur Zurüstung, zu Erbauern dient.
01:12:47: Ja wir versuchen die Predigten einfach so zu halten, dass man sie verstehen kann.
01:12:54: So die ganz kurze Antwort!
01:12:57: Wir predigen ganz normal Bibelbücher durch und das ist durchaus auch theologisch.
01:13:01: Wir versuchen, das zu ... Ganz normal auszulegen aber in einer Sprache die man versteht.
01:13:08: ich glaube dass es so der wesentliche Punkt Und haben aber auch Rückmeldungen bekommen dass das tatsächlich verstanden werden kann und da wollen wir darauf achten Und ich glaube, dass uns das TMG aber auch geholfen hat.
01:13:22: Weil wir da gelernt haben eine Sprache zu verwenden, die der andere verstehen kann.
01:13:27: Ich glaube, des weiteren hilft es Bücher zu lesen aus dem sekularen Bereich, weil dort die Sprache finden ist, die gesprochen wird.
01:13:35: Oft habe ich mich gewundert, dass zum Beispiel der Spiegel die Bibelbegriffe kennt.
01:13:40: Das heißt ganz unbedarf sind die Leute ja nicht.
01:13:43: Aber irgendwo ... Zeitung, Literatur und so was lesen.
01:13:47: Und dann weißt du, für welche Sprache gesprochen wird?
01:13:49: Auch wenn sie vielleicht mit anderen Inhalten gefüllt werden.
01:13:52: Ja gut aber das spürst du ja auch an dem, wenn du es liest wie die Worte gemeint sind.
01:13:57: Aber der Sam Chen macht das ja auch so.
01:13:58: er listet da ja auch ein paar Begriffe auf, die kein anderer versteht.
01:14:02: und ich denke drüber nachdenken Was verbindet derjenige mit dem Wort und einen Gefühl dafür haben.
01:14:09: und dann Ich glaube, dass aber auch eine gute Rede nicht hinderlich ist.
01:14:14: Also ich würde trotzdem normal Predigten halten, aber so das die verständlich sind.
01:14:20: Was er auch gut reinbringt finde ich Christen und Nicht-Christen zusammen.
01:14:25: Das ist
01:14:25: auch ne neue Idee, die fand ich cool!
01:14:27: Wir sind ja alleine als Christen ... also ich sag mal als Bibelkristin oder wie auch immer man das nennen mag unter Leuten... Und er empfiehlt das anders und sagt, es wär gut im Verhältnis von zwei zu eins unterwegs zu sein.
01:14:43: Sein Rat klingt für mich nicht dumm.
01:14:45: Denn die jungen Leute, die bei uns in die Jugendgruppe kommen ... Die Jesus noch nicht kennen, sie sehen ja wie diese Gruppe funktioniert und finden das attraktiv.
01:14:54: Mhm.
01:14:56: Also meinst du, zwei Christen auf einen?
01:14:59: Ja so schlägt Sam
01:15:00: Chang das vor.
01:15:02: Genau.
01:15:03: Das Buch ist super!
01:15:04: Ich würd das echt empfehlen.
01:15:06: Also noch mal für euch, ne?
01:15:08: Schreib an Machbaedt.
01:15:09: Was war dein letztes Aha-Erlebnis der Alltagsmissionen?
01:15:13: Okay, schöne Einleitung!
01:15:14: Danke, dass du immer wieder da bist.
01:15:17: Viktor, vieles von dem was du beschrieben hast, das klingt nach einer lebendigen Stadtgemeinde.
01:15:23: Fast Großstadtgemeinde.
01:15:25: aber viele unserer Hörer kommen vielleicht eher aus einem ländlichen Raum und vieles vom den Beispielen.
01:15:29: Menschen die von denen Du erzähltest kenn ich jetzt aus unserem Dorfkontext noch nicht so Und viele fragen sich, gilt das auch für mich?
01:15:38: Also was würdest du Gemeinden mitgeben die jetzt nicht so aus dem urbanen Kontext oder im urbanen Context wirken.
01:15:46: Was lässt sich übertragen und wo gibt es vielleicht Unterschiede?
01:15:51: Kannst du da etwas zu sagen?
01:15:52: Musst du nicht?
01:15:53: aber
01:15:57: ich glaube ob der Gottesdienst lebendig und gut ist hängt nicht von der Stadt- oder Landgemeinde ab.
01:16:04: Ich würde sagen dass da die gleichen Prinzipien gelten Aber wahrscheinlich werden in der Landgemeinde nicht so viele Besucher reinschneiden.
01:16:13: Über Google und so, also wenn man im Dorf irgendwo ist oder in einer kleinen Stadt und da kennt das die sind irgendwie so freie Gemeinde oder da gehe ich nicht hin, google sie ja auch nicht nahe.
01:16:24: Genau genau!
01:16:25: Das ist ein absoluter Vorteil von uns.
01:16:27: Ich weiß es auch von anderen Gemeinden im Umfeld, die eher ländlich unterwegs sind dass es viel viel schwieriger ist.
01:16:32: Das ist einfach ein Vorteil.
01:16:36: Ich vermute, dass auf dem Land tatsächlich diese Beziehungen wie man das immer kann so wichtiger sein werden als es bei uns der Fall ist.
01:16:46: Ganz kurz noch du hast eben im ersten Teil des Kids Camp erwähnt auch gerade für Kinder die so mit dem Glauben gar nichts am Hut haben, die ihr dort einladet, wie funktioniert das?
01:16:58: Wie ist das entstanden?
01:16:59: Ja eine Familie hat schon in den Anfang Also in den Zehnerjahren gesagt, wir müssen so ein Camp machen.
01:17:06: Das ist eine Outdoor-Familie, die gerne draußen schläft und so weiter.
01:17:09: Und da ist so ein ... über Bekanntschaften so ein kleines Camp entstanden.
01:17:13: Wir haben für Familien, für junge Leute auch für Kinder was angeboten.
01:17:18: Aber übrig geblieben ist nur noch das Kidscamp.
01:17:22: Und das hat in den ersten Jahren einfach nur über persönliche Beziehungen funktioniert.
01:17:27: also für ein langes Wochenende von Donnerstag bis Sonntag ich glaube über frohen Leichnahmen laden wie immer einen Und das hat aber so gut funktioniert, weil die Kinder draußen in der Natur sind.
01:17:39: Lieder singen miteinander Geschichten von Gott hören, dass dieses Camp irgendwann bekannt wurde.
01:17:45: Mittlerweile kriegen wir auch einen guten Zuschuss von der Stadt und auch Heimkinder kommen dahin, weil diese Stadt das gut findet.
01:17:53: Die Eltern sind erst mal begeistert, dass die Kinder anders zurückkommen.
01:17:57: Friedlich!
01:17:58: Keine Handyzeit usw.. Und deswegen hat das einfach einen sehr, sehr guten Ruf bekommen durch all diese Dinge die auch wieder mit dem Festlichen zu tun haben.
01:18:08: Weil man ja eigentlich so eine Art Laubhüttenfest feiert.
01:18:11: draußen ist man unterwegs und man hat eine gute Zeit.
01:18:14: Man isst gemeinsam und da platzieren wir das Evangelium.
01:18:19: Und mittlerweile ist es so, dass zehn gemeine Kinder dabei sind und siebzig nicht.
01:18:24: Das hat einfach einen Ruf bekommen, weil nicht so viele Leute ehrenamtlich was anbieten für einen günstigen Preis.
01:18:32: Ein Fußballcamp wäre immer direkt drei-, viermal so teuer wie das, was wir anbieten.
01:18:37: Schön!
01:18:39: Ich glaub die Camparbeit ist super.
01:18:40: Ich selber hab mich auf einem Camp bekehrt ... Und ich denke, dass das eine besondere Zeit ist, wo ein Kind aus dem Alltag rauskommt.
01:18:47: Persönliche neue Beziehungen macht ganz andere Erfahrungen auch Gott in der Natur erlebt und dann auch die biblische Botschaft hört.
01:18:55: Cool!
01:18:57: Viktor vielen Dank für die vielen Einblicke.
01:19:01: Für deine Ehrlichkeit fand ich richtig gut.
01:19:03: Wir kommen zum Ende?
01:19:05: Ja
01:19:05: Ich habe noch drei Fragen am Ende.
01:19:07: immer da hatte ich dir ja schon hab ich sie ja schon vorgewarnt Welches Buch kannst du empfehlen?
01:19:16: Zum Thema.
01:19:18: Ich würde erst mal den True Man empfehle, auch gerne den dicken.
01:19:22: Der Siegeszug des modernen Selbst ... Er
01:19:24: ist schon anspruchsvoll!
01:19:25: Also für die sagen, boah ich bin nicht gewohnt mich so mit intellektuellen Themen auseinanderzusetzen.
01:19:32: Dann
01:19:33: fremde Neuwelt?
01:19:33: Fremde Neuwelt ist die kleinere abgespeckte Version, die auch finde ich einfacher geschrieben ist.
01:19:38: Ja
01:19:39: das ist eine Hilfe um den westlichen sekularen Menschen zu verstehen.
01:19:43: Wer ganz harte Kost lesen will dem würde ich das Buch... ein seculares Zeitalter von Charles Taylor empfehlen.
01:19:51: Tausend, drehundert Seiten oder so?
01:19:53: Aber es ist eine totale Offenbarung!
01:19:55: Er hat dafür den Templetonpreis gewonnen.
01:19:57: Überall wo ich bin, wo Redner zugehalten werden wird Charles Taylor erwähnt.
01:20:02: Auch hier der ... wie heißt ja New Yorker Pastor?
01:20:05: Der kürzlich verstorben ist.
01:20:07: Timothy Keller.
01:20:07: Der Timothy Keller war auch ein großer Fan von Charles Teller gewesen und hat das Buch zweimal durchgeackert in zwei Jahren.
01:20:14: Also das ist... Ich meine dass er ne ganz tolles Werk gemacht hat.
01:20:20: Er stellt die Frage, wie kann es sein, dass alle an Gott glauben?
01:20:23: Und heute musst du dich eigentlich verteidigen überhaupt noch an Gott zu glauben und zeigt aber auch emotional in unserem Vorstellungsschema einfach was passiert ist.
01:20:33: Also das ist historisch philosophisch unheimlich hilfreich, aber auch schwer zu lesen.
01:20:38: Ich versuch's mal zu vereinfachen und irgendwann online zu stellen.
01:20:42: Sehr cool.
01:20:42: Du hast es gelesen und schon durchgeackert?
01:20:44: Und zusammengefasst!
01:20:45: Oh,
01:20:47: ich hab nichts Besseres gelesen zu dem Thema.
01:20:49: Also Victor dann steht schon die nächste Einladung.
01:20:51: wenn du das mal fertig hast, werden wir darüber
01:20:53: reden.
01:20:54: Okay
01:20:54: okay.
01:20:56: Was ist deine größte Herausforderung in der Alltagsmission für dich jetzt als Victor?
01:21:00: Ja weil der Zeitkalender oft so knapp bemessen ist muss sich ja vor allem darauf achten dass ich selber vom Heiligen Geist erfüllt bin.
01:21:09: Ich hab total oft von einem Termin zum nächsten gehetzt, und dann will ich ein Zeugnis sein.
01:21:14: Ich glaub nicht, dass das geht!
01:21:16: Wenn ich nicht selbst erfüllt bin ... Von Gotteswort?
01:21:19: Von seinem Heiligen Geist?
01:21:21: Dann hilft gar nichts.
01:21:23: Und das ist eigentlich so das Erste.
01:21:25: Ich weiß ja, John Lennox meinte auch damals in Wiedernest die sind in Cambridge immer in die Stille gegangen haben Gottes Angesicht gesucht, wie das alte Testament das formulieren würde.
01:21:35: Und wenn sie Gott gesehen haben dann sind sie raus unter die Leute gegangen und das gelingt nicht zu oft!
01:21:40: Wenn es gelingt stelle ich erstauntfest dass Gott auf Situationen gibt.
01:21:44: häufig nicht immer aber ich glaube das ist so meine größte Herausforderung die Stille zu finden um selber von Gott gepusht zu sein.
01:21:54: Sehr wichtig ja welchen einen Tipp hast du für unsere Hörer den Sie gleich diese Woche umsetzen können?
01:22:00: Genau das.
01:22:02: Such die Stille vor Gott!
01:22:04: Ja, bis ich das Angesicht des Herrn gesehen habe... Ich weiß dass es nicht irgendwie täglich geht aber ich hab zum Beispiel so eine Story gehabt, ich war wirklich voll von Gott und dann setzt sich einer mir gegenüber und sagt was liest du da?
01:22:17: Dann sag ich ja hier war wieder ein John Lennungs Buch, ich liebe das was er schreibt ins Gespräch über den Glauben, dann hatte ich irgendwann ein gutes Gespräch mit meinem Freund und wir waren beide total erfüllt.
01:22:32: Am nächsten Tag komme ich nach Hause und sage, das ist total interessant!
01:22:35: Selten Gespräche über Gott und heute direkt einen richtig, richtig guten.
01:22:39: Er sagt, er ging mir genauso.
01:22:40: Und ich denke, dass es ja die wichtigste Vorbereitung, die ich leisten kann selber voll zu sein um diese Dinge weitergeben zu können.
01:22:47: Von der überfließenden Quelle?
01:22:49: Genau.
01:22:50: Vielen Dank, Victor.
01:22:52: Es war ein gutes Schlussthema.
01:22:59: Danke, dass ihr mit dabei war.
01:23:00: Vergesst nicht den Newsletter zu abonnieren.
01:23:03: Empfehlt den Podcast gerne weiter und wir hören uns dann beim nächsten Mal wieder wenn es eine neue Folge gibt.
01:23:09: bis dahin tschüss machts gut.
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